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Mamablog: 10 Tage Corona-StrudelPlötzlich Gewissheit: Papa ist positiv

Vom grossen Schock bis zum ermüdenden Rösslispiel: Unsere Autorin berichtet von der Covid-19-Erkrankung ihrer Familie.

Tag 1: Ein positives Testergebnis in der Familie bringt das Alltagsleben erst mal zum Erliegen.
Tag 1: Ein positives Testergebnis in der Familie bringt das Alltagsleben erst mal zum Erliegen.
Foto: Christian Beutler (Keystone)

Tag 1: Infiziert und fassungslos

Es begann bei meinem Mann als ungläubiges Fragezeichen und wird nun zur Gewissheit: «Ihr Testergebnis ist positiv». Mein Gehirn fühlt sich an wie in der Waschmaschine. Wir informieren sofort persönlich unsere Kontakte der Woche und begreifen es doch noch nicht. Die Reaktionen von Familie, Freunden, Nachbarn, Arbeitsumfeld und Schule sind verständnisvoll und empathisch. Die Alltagsorganisation stürzt subito ins Chaos.

Tag 2: Auf den Schultern die Last der Welt

Meine zwölfjährige Tochter zieht sich wütend aufs Zimmer zurück, ihr graut vor der verordneten Familienzeit – die Jungs streiten. Die Kinder stecken in der Stormingphase und machen ihr alle Ehre: Kämpfe, Konfrontationen und Spannungen lassen Gefühle hochkochen. Mein «Ruhe!» fällt zusammen mit dem «Bling» der Mail, die auch mein positives Testergebnis verkündet. Ich ergänze die Liste mit meinen Begegnungen der Woche und das schlechte Gewissen zerfleischt mich: Haben wir etwas falsch gemacht? Das Virus ist komplex, wieso streute es bei uns?

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