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LeserreaktionenPolizeigewalt oder Gewalt gegen die Polizei?

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Nicht nur in den USA, auch in der Schweiz wird zunehmend über die Polizei diskutiert.
Nicht nur in den USA, auch in der Schweiz wird zunehmend über die Polizei diskutiert.
Adrian Moser

Zu «Ex-Polizist: Ziel war, Druck auf Afrikaner auszuüben»

Kaputte Jacke und Brille, eine Busse

Es wäre schön, wenn die im Artikel geschilderten Situationen nicht bagatellisiert und infrage gestellt würden. Ich bin weiss und mein Mann schwarz. Bei einer Kontrolle wurde er zu Boden gedrückt und abgeführt. Resultat: kaputte Jacke, Brille und eine Busse. Von den psychischen Folgen mal abgesehen. Der Untersuchungsrichter meinte: «Was wollen Sie? Ihre Aussage gegen die von zwei Polizisten?» Er hat den Rekurs zurückgezogen. Er ist Schweizer und müsste keinen Ausweis auf sich tragen. Er wusste nicht, dass er nicht in Bahnhofnähe spazieren sollte. Es braucht die Polizei. Einfach eine, die differenzieren kann. Online kommentiert: Anta Gueye

3100 Fälle von Drohungen und Gewalt

Die Polizei sorgt gemäss Polizeigesetz für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit. Eine leider immer grössere Minderheit von gewaltbereiten Personen ruft zu Gewalt gegen die Polizei auf und lässt auch Taten folgen: Die Statistik zeigt, dass im Jahr 2017 nicht weniger als 3102 Fälle von Drohungen und Gewalt gegen die Polizei registriert werden mussten. Aber anstatt einmal diese Form von Diskriminierung zu thematisieren, gefallen sich die Medienschaffenden mit seitenfüllenden Reportagen über Polizeigewalt. Wer die oft reisserischen Titel liest, muss den Eindruck erhalten, dass die Polizei flächendeckend das Polizeigesetz ignoriert. Auch dass der Polizei die Vorgehensweise weitgehend von den politischen Entscheidungsträgern vorgegeben wird, ist in den Medien kein Thema. Quo vadis Rechtsstaat? Michael Geissbühler, Herrenschwanden

Zitat des Tages

«Es braucht die Polizei. Einfach eine, die differenzieren kann.»

Anta Gueye

Zu «Parlament zeigt Erbarmen mit der Musikschule»

Machtspiele

Köniz impft den Steuerzahlenden Jahr für Jahr ein, wie schlecht es um die Finanzen steht. Das «Gejammer» gilt für die Musikschule nicht, da kann die Gemeinde auf Darlehen verzichten, Darlehen gewähren und dem Steuerzahlenden erklären, dass nicht die Liquidität das Problem gewesen sei, sondern personelle Unstimmigkeiten. Muss der Steuerzahler zur Kasse gebeten werden, wenn die Musikschule nicht fähig ist, ihre Angelegenheiten nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zu führen? Es kann nicht sein, dass das Führungsgremium teils mit Personal besetzt wird, das keine betriebswirtschaftlichen, buchhalterischen, organisatorischen und rechtlichen Fähigkeiten besitzt. Wie sonst ist zu erklären, dass Rechnungen nicht gestellt, Mahnungen nicht versandt werden usw.? Es scheint, als ob da Machtspiele, Imagefragen und Eigennutz wichtiger waren als die Führung des Trägervereins. Jede andere Institution wäre in Konkurs gegangen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen worden. Lorenz Haberstich, Niederwangen