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Unfall an der Lombardei-RundfahrtRadprofi stürzt von Brücke in Schlucht

Das Rennen in Italien wird von Remco Evenepoels Sturz überschattet. Der Belgier ist bei Bewusstsein und am Bein verletzt. Ein zweiter Unfall sorgt für Unverständnis.

Evenepoel stürzt und verschwindet in der Tiefe.
Video: AP

Bei diesen Bildern läuft es einem kalt den Rücken herunter. Remco Evenepoel verliert an der Lombardei-Rundfahrt 45 Kilometer vor dem Ziel die Kontrolle über sein Fahrrad, kollidiert mit einer kleinen Mauer und stürzt von einer Brücke. Danach verschwindet er in der Tiefe, die Helfer eilen sofort heran.

Wenig später kann Evenepoels Team Deceuninck-Quick-Step auf Twitter leichte Entwarnung geben. Der 20-Jährige werde von den Ärzten gepflegt und mit der Ambulanz ins Spital in Como gebracht. Genauere Informationen zu seinem Gesundheitszustand und der Schwere der Verletzungen machte das Team nach dem Rennen.

Er sei bei Bewusstsein und werde weiter untersucht. Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa sagte Team-Sprecher Alessandro Tregner: «Remco hat ein starkes Trauma am rechten Bein erlitten, aber er hat nie das Bewusstsein verloren und auf alle Fragen des Arztes antworten können.»

In seinem Heimatland Belgien wird der Nachwuchsstar des Radsports bereits mit der Ikone Eddy Merckx verglichen. Zuletzt gewann Evenepoel die Polen-Rundfahrt.

Fuglsang gewinnt die Rundfahrt

Für einen weiteren Schreckmoment sorgte Maximilian Schachmann, der mit einem Auto kollidierte. Weshalb sich das Auto zu diesem Zeitpunkt auf der Strecke befand und dem Deutschen den Weg abschnitt, ist unverständlich. Er bleibt glücklicherweise ohne schwere Verletzungen und kann weiterfahren. Schachmann wurde am Ende Siebter mit 4:31 Minuten Rückstand. «Nach so einem harten Rennen» bevorzuge er ein kaltes Bier im Bus statt eines warmes Wassers im Krankenwagen, schrieb Schachmann unter ein Bild bei Instagram, das ihn lächelnd in Behandlung zeigt. Sieger nach 231 Kilometer wird der Däne Jakob Fuglsang (Astana Pro Team) in 5:23:54 Stunden. Er gewinnt vor dem Neuseeländer George Bennett (31 Sekunden Rückstand) und dem Russen Alexander Wlasow (51 Sekunden Rückstand).

Das Auto kommt von rechts und biegt nach links ab – womit er Schachmann den Weg abschneidet.
Video: IMG Media via AP

dpa/va

1 Kommentar
    Alfred Bühlmann

    So wie es aussieht ist der Unfall von Remco Evenepoels ohne Dritteinwirkung passiert, er hatte wohl enormes Glück und ich hoffe, dass bald genesen wird ohne Spätfolgen. Aber der Autounfall mit Maximilian Schachmann ist eine Riesenkatastrophe die in der heutigen Zeit nie und nimmerwieder passieren darf. solches passierte vor 50 oder 60 Jahren aber in der heutigen modernen Radsportwelt ist das absolut inakzeptabel und muss lückenlos geklärt werden.