Fünf wilde Berner fliegen über die TV-Talentbühne

Am Samstag startet die zweite Staffel der Castingshow «Die grössten Schweizer Talente». Fünf Berner gehören mit ihrer spektakulären Show zu den Favoriten.

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Diese Castingshow ist Abklatsch, und doch ist sie ein Strassenfeger. Mit der Schweizer Version von «Britain’s Got Talent», das zuvor bereits in jedem erdenklichen Land dieser Erde gelaufen ist, landete das Schweizer Fernsehen (SF) im vergangenen Jahr einen Publikumshit.

Mehr als eine Million Zuschauer sassen Ende März vor dem Fernseher, als die singende Basler Busfahrerin Maya Wirz die erste Ausgabe von «Die grössten Schweizer Talente» («DGST») gewann und 100'000 Franken Preisgeld einstrich. Die Finalshow erreichte fast 50 Prozent Marktanteil – ein Wert, der nur noch vom Lauberhornrennen oder einem Spiel der Schweizer Fussballnati übertroffen wird.

Diese Erfolgsgeschichte schreit – natürlich – nach einem zweiten Kapitel. Und so beginnt diesen Samstag die zweite Staffel des televisionären Talentwettbewerbes. Neu ist: Anna Maier löst die Bernerin Andrea Jansen als Co-Moderatorin ab. Neu ist auch: Es gibt vier Sendungen mehr als letztes Jahr, jeweils am Mittwoch zeigt SF zusammengeschnittene Castings. Gleich bleibt: Die Jury besteht aus Moderator Roman Kilchsperger, Eurodance-König DJ Bobo und Ex-Miss Christa Rigozzi («Du bisch sooo aine Herzige!»). Gleich bleibt auch: Sven Epiney, der Allgegenwärtige, moderiert.

Kicken und Fliegen

Über 1400 Personen und Gruppen haben sich für die Castings angemeldet, 24 von ihnen schaffen es in die Halbfinalshows, die am 25.Februar beginnen.

Dort dabei sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fünf 22- bis 32-jährige Stadtberner: «Swisstricks» nennt sich die Truppe – und sie zeigt etwas, das man so noch nie am TV gesehen hat. Die Männer kombinieren Kampfsport, Akrobatik, Breakdance und Comedy. Sie fliegen zu selbst zusammengestellter Musik durch die Luft, kicken und boxen, tanzen und machen Quatsch. Sieht spektakulär aus, und schweisstreibend. Und doch ganz leicht.

«Swisstricks» treten bereits seit fast zehn Jahren gemeinsam auf, an Galas und Firmenfesten etwa. Das Tricking, wie sich das Treiben der «Swisstricks» als Sportart nennt, entstand in den Vereinigten Staaten. Es vereint verschiedenste Fähigkeiten: «Wir haben alle einen unterschiedlichen sportlichen Hintergrund, zum Beispiel Taekwondo, Kung Fu, Karate, aber auch Breakdance und Bodenturnen», sagt Micha Hurni. Der 32-jährige Werbefilmer hat die Truppe mitgegründet. Zwei Mal in der Woche wird in Bern trainiert. Dazu kommt das Einstudieren der komplexen Choreografien.

Das Interesse des Senders

Interessant: Für «DGST» haben sich die «Swisstricks» nicht von sich aus angemeldet. Die Produktionsfirma der Show kam auf die Truppe zu, bereits vor der ersten Staffel im 2011. «Damals wollten wir nicht mitmachen, weil wir befürchteten, in der Sendung gehe es mehr darum, wer jemand ist, als was er macht.» Das sei dann in der ersten Staffel nicht nur so gewesen, findet Hurni. Deshalb hätten sich die «Tricks» entschieden, es 2012 zu probieren.

Klar ist: Die fünf Berner gehören mit ihrem Spektakel schon jetzt zum Favoritenkreis für einen Spitzenplatz bei «DGST». Für Micha Hurni sind solche Gedanken allerdings noch weit weg. Er und die anderen «Swisstricks» wollen mit der Teilnahme vor allem eins: Aufmerksamkeit für ihre Kunstform. «Die Show ist eine Riesenplattform», sagt Hurni. «Wir wollen Interesse wecken und uns einem breiten Publikum präsentieren.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 26.01.2012, 13:18 Uhr

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