Peter Juesy spricht über die Fauna an der Pyramide

Mülenen

Dass sich Freizeitsportler und Wildtiere ohne Reibungsstellen nebeneinander gut vertragen – das zeigt der kantonale Jagdinspektor im Ruhestand, Peter Juesy, anhand des Niesen.

<b>Mit drei Begehungen</b> und einem Kulturabend zeigt Peter Juesy Interessierten auf, wie sich die Fauna an der Pyramide verhält.

Mit drei Begehungen und einem Kulturabend zeigt Peter Juesy Interessierten auf, wie sich die Fauna an der Pyramide verhält.

(Bild: Christian Pfander)

Bruno Petroni

«Mit seinen steilen Bergflanken in allen vier Himmelsrichtungen ist der Niesen als perfekter Lebensraum für die Wildtiere prädestiniert»: Er muss es wissen, denn als gebürtiger Kandertaler und aktiver Sportler kennt Peter Juesy an seinem Hausberg fast ­jeden Stein und das Verhalten der Tiere am Berg aus langjährigen Beobachtungen.

Begehung direkt im Gelände

Jetzt lädt der pensionierte kantonale Jagdinspektor zur Wildtierbeobachtung draussen in der Natur. Erstmals heute in einer Woche, aber auch am 7. August und am 9. Oktober zeigt Juesy in Zusammenarbeit mit der Niesenbahn AG die Lebensräume von Gämsen, Luchsen, Murmeltieren, Adlern und Bartgeiern, Birkhühnern, Haselhühnern und vielen weiteren Tiergattungen.

Dazu spaziert Peter Juesy mit seinen Gästen zunächst von der Mittelstation Schwandegg aus zum nahe gelegenen Trist­hubel, wo Raufusshühner, Rothirsche, Rehe und die Freizeitaktivitäten die Hauptthemen sind. Später geht die Fahrt weiter zum Niesen Kulm, wo Juesy über Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere, Adler und Bartgeier referiert. «Und wer dann nach dem Zvieri noch Lust hat, auf dem Gipfel zu verweilen, darf das nach Lust und Laune tun», sagt Peter Juesy.

Heute seien Freizeitaktivitäten in der Natur bei der Bevölkerung sehr ­beliebt, wodurch der Nutzungsdruck in vormals wenig be­rührten Gebieten steige. «Vor diesem Hintergrund hat der Niesen mit seinen unterschiedlichen Expositionen und unberührten Gebieten eine sehr wichtige Funktion für Wildtiere erhalten», sagt Juesy.

«Er bietet Schutz und trägt zur Erhaltung von seltenen und bedrohten wild lebenden Säugetieren und Vögeln und ihren Lebensräumen bei.» So besiedle auch der Rothirsch seit einigen Jahren das Waldgebiet rund um den Niesen und teile sich seinen Lebensraum mit Rehen und vielen anderen Arten.

«Auch ein Adlerpaar hat seinen Horst am Fusse des Niesen und sucht rund um den Berg Murmeltiere und junge Gämskitze als Futter für seine Jungen.»

Störungsfreies Nebeneinander

Die Motivation des ehemaligen Jagdinspektors liegt darin, «den Leuten zu zeigen, wie ein störungsfreies Nebeneinander von Mensch, dessen Nutztieren und den Wildtieren anhand des Beispiels Niesen möglich ist; denn die Niesenpyramide ist nicht nur Ausflugsziel für Freizeitler, sondern auch Lebensraum von Wildarten, die oftmals gar von der ­Niesenbahn aus beobachtet werden können, ohne dass sie sich durch uns gestört oder gar bedroht fühlen.»

www.niesen.ch

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