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Das Aus ist nah !

Ruth Oehrli

Nein, es ist kein Hirngespinst notorischer Schwarzmaler. Es ist schlicht Tatsache: Ein neues Akutspital in Saanenmöser im westlichsten Oberland rückt in immer weitere Ferne. Dies zeigte der Informationsabend zum Standort Saanenmöser. Zwei lange Stunden wurde referiert. Alle längst bekannten Fakten wie Patientenzahlen, Heliflüge, Fallpauschalen, Krankenversicherungsgesetz, Rettungswesen und, und, und wurden nochmals sprichwörtlich vor Augen geführt, beziehungsweise an die Wand projiziert. Das Resultat? Es folgten dieselben Kritiken, Anschuldigungen und Forderungen wie vor zwei Jahren! War damals wegen dürftiger Information der Kampf um den Standort Zweisimmen noch erklärbar, ist dies heute – in Kenntnis der Fakten – schlicht unverantwortlich: Die schweizweite Spitalkonkurrenz ab 2012, die Finanzierung mit Fallpauschalen und das Streichen von Kantonsgeld für Spitäler sind nur drei von vielen unumstösslichen Fakten. Die Totengräber des neuen Akutspitals – und damit zudem vieler Arbeitsstellen in der Region – sind aber nicht nur im Simmental zu finden. Auch in Saanenmöser wird nun öffentlich gestritten, wer beim Verkauf von Landwirtschaftsland (mit einem Wert von wenigen Franken pro Quadratmeter) für das neue Spital zum grossen Geld (ein Quadratmeter in der Bauzone ist einige hundert Franken wert) zum grossen Gewinn kommen soll. Intrigen und Neid sind hüben und drüben an der Tagesordnung. Dies vernebelt den Fakt, dass bis September 2011 ultimativ ein Spitalprojekt vorliegen muss, soll es je realisiert werden. Sollte der Slogan «Man erntet, was man sät» Tatsache werden, könnte es früher oder später in der Region ein schmerzhaftes Erwachen geben. Vielleicht wäre dann manch einer froh, in seiner Nähe wäre ein Akutspital r.oehrli@bom.ch >

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