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Sommerklänge mit jubelndem Chor und heiterem Bläsertrio

Sommerlich erquickend wirkten der bunte Liederstrauss und die heiteren Bläsertrios an der 2.Vesper in der Schlosskirche Interlaken. Die Beiträge reichten vom 16. Jahrhundert bis zu den Zeitgenossen Schwarz und Ammann.

Mit jubelndem Gesang, einem bunten Strauss aus Frühlings-, Sommer- und Herbstliedern, stimmte der Chor der Schlosskirche Interlaken unter der Leitung von Kathrin Cordes in die 2.Vesper ein. Im Wechsel sang der Chor und das Vokalensemble aus verschiedenen Zeitepochen. Den Auftakt bildete Praetorius aus dem 16.Jahrhundert. Eindrücklich ertönte der Gesang «Seid stille und lauschet» von hinten im Kirchenschiff bis in den Chor, exakt nach dem Inhalt «Euch singt der Engel Chor ganz leise aus der Ferne ein lieblich Lied ins Ohr». Jahreszeiten und Heilige Aufhorchen liessen Lieder von Gerhard Schwarz. Die originellen, bildhaften Texte von Josef Weinheber beschreiben bäuerliches Leben und die entsprechenden Jahreszeiten mit Einfliessen der jeweiligen Namenstage. Es sprudelte von Heiligen in Verbindung mit dem Naturkalender: von Sankt Georg oder «Sankt Urban, lass die Reben blühn» bis hin zum «Mög uns der Himmel gnädig sein – Sankt Jakob sei Dank!, das Korn fährt ein» und dem Septembermonatsende mit «Sankt Michael, zünd die Lampe an». Erfrischend und auflockernd wirkten die Zwischenspiele des Bläsertrios DoRo mit Samuel Wenger, Christoph Heger, Oboen, und Regula Schütz, Englischhorn. Sie spielten Bläsermusik des mährisch-österreichischen Komponisten Anton Wranitzky, eines Zeitgenossen Mozarts. Aus der Romantik sang das Vokalensemble «Märznacht» und «Der Bräutigam» von Brahms, «Er ists» von Reger und «Der Gebirgsbach» von Rheinberger. Die singenden Frauen vermittelten sommerabendliche Gefühle. Nebst Schwarz stand der einheimische Komponist Ulrich Ammann auf dem Programm. Er war langjähriges Mitglied des Schlosschors und genoss den frischen Gesang aus der Sicht des Publikums. Schmeichelnd wirkten Färbungen wie schlichte wirkungsvolle Klavierbegleitung von Christine Thöni zum Frauenvokalensemble. Bläsermusik stellte das Nachdenkliche des Herbstes dar. Zum Abschluss stimmten Chor, Vokalensemble und Zuhörende ins sommerliche «Geh aus mein Herz» ein. Heidy Mumenthaler >

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