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Licht und Luft gegen Winterdepression

WinterManchen Menschen fehlt das Licht in der dunklen Winterzeit. Helfen können Lichttherapie und frische Luft.

Kurze, trübe Tage, kahle Bäume und Sträucher, düstere Nebeltage, «Hudelwetter», menschenleere oder -arme Strassen: Das ist das Bild, das viele Menschen vom Winter in sich tragen. Rainer Maria Rilke formuliert es in seinem Gedicht «Herbsttag» so: «Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr, wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben» Künstlich aufhellen Zum Aufhellen der dunklen Jahreszeit haben wir uns in unseren Breitengraden im Laufe der Zeit einiges einfallen lassen: Wir kommen von Weihnachten her, dem Lichtfest per se. Immer mehr Lichterketten in Strassen, an Häusern und Bäumen haben bald eine inflationäre Wirkung. Der Zweck: Sie hellen das Dunkel künstlich auf. Über Silvester und Neujahr werden Partys gefeiert. Im Januar folgen Vereinsanlässe mit Tanz, und in den Städten gehen rauschende Ballnächte über die Bühne. Praktisch alle Anlässe werden dabei in gleissendes Scheinwerferlicht getaucht. Auch das hat eine Gegenwirkung zur Dunkelheit. Lichttherapie und Es gibt aber Menschen, die unter den kurzen Tagen und der langen Dunkelheit leiden. Viele versinken in eine Winterdepression. Die Betroffenen sind müde, antriebs- und freudlos. Das löst krankhaften Stress aus und hat unter anderem auch Schlafstörungen zur Folge. Hier kann eine Lichttherapie helfen. Gemäss Wikipedia ist eine Lichttherapie «ein von der wissenschaftlichen Medizin anerkanntes Verfahren zur Behandlung verschiedener Erkrankungen». Während einer Therapiesitzung setzen sich Betroffene regelmässig einem intensiven Licht aus. Es handelt sich um starkes weisses Licht ohne UVA- und UVB-Strahlen (nicht zu verwechseln mit Solarien). Die Speziallampen simulieren das Sonnenlicht. «Die depressive Verlaufsform, die hauptsächlich rezidivierend in den lichtarmen Monaten November bis Februar auftritt und als saisonal abhängige Depression bezeichnet wird, spricht besonders gut auf Lichttherapie an», bestätigt der Thuner Psychiater Werner Saameli. bewegen an frischer Luft Gegen depressive Stimmungen helfen auch Spaziergänge an der frischen Luft – möglichst bei Tageslicht. Dieses beeinflusst den Stoffwechsel und reguliert die Reaktion des Körpers auf Stress. Fachleute empfehlen mindestens 30 Minuten. Bewegen wir uns also so oft wie möglich an der frischen Luft! Das gilt für alle Menschen; Kinder, Werktätige und Rentner – auch ohne Depression. Lotti Pfeiffer >

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