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Einsprachen gefährden Zeitplan nicht

Der Berner Heimatschutz zieht seine Einsprache gegen die geplante Überbauung des Gerberkäse-Areals in Thun nicht zurück. Trotzdem sei der Zeitplan nicht gefährdet, sagt

Die Marazzi GU hat in Thun Grosses vor: Sie will einerseits das Gerberkäse-Areal zwischen Allmend- und Gewerbestrasse sowie den Bahngleisen, andererseits das Gebiet vis-à-vis überbauen, wo heute das Rex-Gebäude steht. Die beiden Projekte haben die Namen Puls Thun respektive Rex Thun erhalten (wir berichteten). Solche Grossvorhaben können gewöhnlich nicht ohne Widerstand realisiert werden. So ist es auch in diesem Fall: Gegen die Marazzi-Pläne sind vier (Puls) respektive drei Einsprachen (Rex) eingegangen. Das Regierungsstatthalteramt Thun führte darauf Einspracheverhandlungen durch. Resultat: Alle Einsprachen gegen Rex Thun wurden zurückgezogen, wie der stellvertretende Regierungsstatthalter Stephan Zingg auf Anfrage erklärte. Der Berner Heimatschutz halte an seiner Einsprache gegen Puls Thun hingegen fest, sagte Zingg. Dem Verein gefalle das Projekt nicht, er finde, die Häuser würden zu hoch. Noch offen sei, ob das kantonale Amt für Wasser und Abfall (AWA) seine Einsprache aufrechterhalte. Es moniere, die Räume im Untergeschoss von Puls Thun würden zu nahe am Hochwasserentlastungsstollen zu liegen kommen. Beim AWA war in dieser Angelegenheit niemand erreichbar. Bald grünes Licht «Wir rechnen damit, die Baubewilligung für Rex Thun im nächsten Monat zu erhalten», sagt Benno Degen, der bei der Marazzi GU für die Entwicklung der beiden Areale zuständig ist. Der Spatenstich könne dann wie geplant Mitte des nächsten Jahrs erfolgen. «Wir sind natürlich glücklich darüber, ohne Einsprachen loslegen zu können», so Degen weiter. Die Marazzi GU geht davon aus, dass die Baubewilligung für Puls Thun später als erwartet eintrifft. Denn aufgrund der Vorbehalte des Kantons brauche es nun noch «eine technische Bereinigung. Wir sind sicher, dass in Bezug auf den Hochwasserentlastungsstollen eine Einigung zustande kommen wird», so Benno Degen. Auf den Baustart werde dies aber keinen Einfluss haben, schätzt Degen, denn er sei ohnehin erst für Ende des nächsten Jahres geplant. «Wir können unsere Zeitpläne also einhalten.» Und diese sehen vor, dass die Überbauung 2015 fertig sein wird. Wer bezahlt? Parallel zu den Vorbereitungen für die Bauarbeiten läuft die Suche nach potenten Investoren, welche die total 170 Millionen Franken investieren können. Gemäss Benno Degen ist die Suche «gut angelaufen. Es haben sich bei uns mehrere Interessenten aus dem Inland gemeldet, die bereit wären, die gesamten Investitionen zu tragen.» Marc Imboden>

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