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Jungfrau-Park im Winterschlaf? Nicht ganz!

Im ehemaligen Mystery Park auf dem Areal des früheren Militärflugplatzes Interlaken wird es erst ab dem 21. April wieder richtig geschäftig.

Es ist windstill und bitter kalt, der Himmel bedeckt, die Strasse nach Matten trocken. Nur in den Rinnsteinen liegen vereiste Schneereste. Das Postauto hält an der Posthaltestelle Jungfrau-Park. Kein einziges Fahrzeug steht auf dem riesigen Besucherparkplatz vor dem Gebäudekomplex. Auch die Veloständer rechts vom Eingang sind leer. Man hört nur das Brummen der Autos von der nahen Autobahn. Das Jungfrau-Park-Areal wirkt verlassen. An lebenden Wesen sind draussen einzig die Lamas und Kamele in ihrem Gehege zu sehen. Sechs Velos parken direkt vor der einzigen benutzten Eingangstür. «Der Jungfrau-Park ist bis am 21.April 2011 im Winterschlaf!», verkündet ein Anschlag beim Eingang. Im nächsten Moment wird die Tür von CEO Bernhard Zysset geöffnet. «Diese Velos gehören den Mitarbeitern des Zentrums Seeburg, die seit 1.November vergangenen Jahres hier Büroräume gemietet haben», erklärt Zysset und bittet einzutreten. Mitarbeiterin Christine Löffel staubsaugt gerade das Foyer. Im Team des Jungfrau-Parks packen alle mit an. Gemeinsam haben die Mitarbeiter am Vormittag die Räumlichkeiten der Kugel hergerichtet. Dort dinierten am Vorabend 90 Personen einer internationalen Gesellschaft für Energiegewinnung. Die Speisen wurden von Restaurateur Peter Faber geliefert. Die vielseitigen Räumlichkeiten des Jungfrau-Parks könne man das ganze Jahr hindurch mieten, sogar kurzfristig, betont Bernhard Zysset. Im Büro des Jungfrau-Parkswird die nächste Saison vorbereitet. Mitarbeiterin Michaela Schweizer arbeitet bereits jetzt an den Einsatzplänen der Mitarbeiter für die Sommersaison. «Wir wollen den Betrieb weiter strukturieren, Erfahrungen einfliessen lassen und die Abläufe optimieren», sagt Zysset. Neu wurde ein Organigramm erstellt und ein aktuelles Sicherheitskonzept ausgearbeitet, mit dem sich die Mitarbeiter bei Saisonbeginn intensiv beschäftigen müssen. «Ich muss mich darauf verlassen können, dass meine Mitarbeiter richtig reagieren», sagt der CEO. Starten wird die Equipe am 21.April 2011 mit rund 20 bis 25 Mitarbeitern. Spitzen wie Feiertage oder Ferien werden mit Aushilfen abgedeckt. Zwei Mitarbeiter sind verantwortlich für den Unterhalt der technischen Installationen, der Gebäude und für die Umgebungsarbeiten. «Im Winter machen wir die meisten Unterhaltsarbeiten selber», sagt Zysset. «Marketingmässig» sindwir momentan sehr aktiv. Wir werben mit den neuen Jungfrau-Park-Packages via Directmailing bei Reiseveranstaltern, Firmen, Vereinen und Schulen», berichtet der CEO. Verantwortlich für Marketing und Events ist Christine Löffel. Da die Mittel beschränkt seien, sei das Marketing Knochenarbeit und eine echte Herausforderung, sagt Zysset. Bis jetzt gab es positive Rückmeldungen für die Organisation von Events, was als zweites Standbein aufgebaut werden soll. «Zehn neue Anlässe sind für die Saison 2011 bereits definitiv gebucht», sagt Zysset und ergänzt: «Wir verfügen über eine sehr gute Infrastruktur wie beispielsweise den grossen Parkplatz. Zudem bieten wir die Möglichkeit an, Events mit Sondershows zu bereichern. Das macht uns sehr speziell.» Die Pläne für die Saisoneröffnung an Ostern seien noch in Arbeit, informierte Bernhard Zysset. Neu sei jedenfalls, dass im kugelförmigen Gebäudeteil ein Panoramacafé eingerichtet werde. Für die Sicherheit des Areals sorgt in jeder Nacht ein Mitarbeiter der Securitas. Der Jungfrau-Park verfügt über ein gutes Brandschutz- und Alarmierungssystem mit einer aufwendigen Blitzschutzanlage und einem Hydranten in jedem Sektor. Die Bödeli-Feuerwehr und das Grenzwachtkorps mit seinen Sprengstoffspürhunden dürfen auf dem Areal Übungen durchführen. «Der Vorteil dabei ist, dass im Notfall die Bödeli-Feuerwehr mit den Lokalitäten vertraut ist», erklärt Bernhard Zysset. Der CEO oder Christine Löffel machen allabendlich einen Kontrollgang durch den Park, löschen Lichter und schauen, ob niemand eingeschlossen wurde. Bernhard Zysset undsein Team wollen den Umsatz vom 2010 in diesem Jahr steigern. Wichtig ist dem CEO ausserdem, dass der Park populärer wird: «Wir wollen den Bekanntheitsgrad des Jungfrau-Parks steigern. Unter Erich von Däniken war der Park weltweit ein Begriff. Es soll wieder viel mehr bekannt werden, dass der Jungfrau-Park der ehemalige Mystery Park ist», sagt Bernhard Zysset abschliessend.Monika Hartig >

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