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Kiesental: Grossfusion ist vorerst vom Tisch

KiesentalIm Kiesental kommt es vorerst nicht zu einer Grossfusion. Weder Herbligen noch Brenzikofen oder Oppligen sind daran interessiert, gemeinsam mit Bleiken Fusionsabklärungen mit Oberdiessbach zu machen. Aber: Herbligen und Brenzikofen sagen Ja zu neuen Sek-

Die Kiesentaler Gemeinden Brenzikofen, Oppligen und Herbligen wollen weiter selbstständig bleiben. An den Gemeindeversammlungen, welche alle am Donnerstagabend stattfanden (siehe Texte unten), wurde die Frage, ob Fusionsabklärungen mit Oberdiessbach aufgenommen werden sollen, nur am Rand diskutiert – wenn überhaupt. Oberdiessbach hatte den drei Gemeinden angeboten, zusammen mit Bleiken Fusionsabklärungen zu treffen. Die Bleikner entschieden Ende August, solche Gespräche aufzunehmen (wir haben berichtet). «Eigenständig bleiben» Zwar sei damit zu rechnen, dass «Oppligen irgendwann nicht mehr Oppligen» sei, eine Fusion müsse aber auf jeden Fall sinnvoll sein, sagte Gemeindepräsident Christian Tschanz an der Versammlung. «Mit zwei kleinen Gemeinden zu fusionieren, welche beide einen höheren Steuerfuss haben als wir, macht keinen Sinn.» Mit den Nachbargemeinden will es Oppligen halten wie die Schweiz mit der EU. So strebe man wie bei der Feuerwehr die Zusammenarbeit an, wolle aber grundsätzlich unabhängig bleiben. In Brenzikofen schrieb der Gemeinderat im Info-Blatt vor der Versammlung nur, er wolle weiter «an der Absicht festhalten, so lange wie möglich eigenständig zu bleiben und keine Fusion zu suchen». An der GV Herbligen hielten sich sowohl Gemeinderat als auch die Stimmberechtigten bedeckt – sie diskutierten das Thema Fusion nicht. Neue Sekstrukturen Herbligen und Brenzikofen sagten am Donnerstag dafür als erste Gemeinden Ja zu neuen Strukturen für die Sekundarstufe 1. Sie beschlossen den Austritt aus dem heutigen Gemeindeverband mit Bleiken, Linden und Oberdiessbach. Mit einem neuen Sitzgemeindemodell sollen bis 20000 Franken jährlich eingespart werden. Stimmt noch eine weitere Gemeinde der Verbandsauflösung zu, tritt die neue Organisation am 1. August 2011 in Kraft – trotz dem Nein aus Linden (vgl. Ausgabe von gestern). Anstatt Vorstand und Abgeordnetenversammlung entscheidet dann eine erweiterte Sekschulkommission über die Strategie der Schule. In der Kommission sitzt mindestens ein Mitglied pro Gemeinde. Mit dem neuen Vertragswerk haben sich die kleinen Gemeinden bereits eine Möglichkeit geschaffen, um ihre Schulhäuser weiter eigenständig zu betreiben, wenn die Zahl der eigenen Schüler zu klein wird. Würde eine Schulraumerweiterung auf Sekundarstufe 1 nötig, muss der bestehende Schulraum in allen Anschlussgemeinden in die Planung einbezogen werden. Sprich: Schüler an der Sek Oberdiessbach könnten in gewissen Fächern auch in einem Aussenschulhaus unterrichtet werden.Marco Zysset/Adrian Moser/Dino Dal Farra>

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