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Unfall doch untersuchen

WengenDas Bundesgericht verpflichtet die Berner Staatsanwaltschaft, einen Skiunfall in Wengen von 2010 genauer unter die Lupe zu nehmen.

Im März 2010 war ein Skifahrer in Wengen über den Pistenrand hinaus in eine Geländesenke gestürzt. Dabei zog er sich schwere Rückenverletzungen zu, die zu einer Querschnittlähmung führten. Der Mann erhob in der Folge Strafanzeige wegen schwerer Körperverletzung gegen die Pistenverantwortlichen. Die Berner Staatsanwaltschaft verzichtete auf die Eröffnung einer Untersuchung, was vom Obergericht bestätigt wurde. Es war zum Schluss gekommen, dass sich der Verletzte über den Pistenverlauf geirrt habe und der Unfall nicht auf eine Verletzung der Sorgfaltspflicht der Pistenverantwortlichen zurückzuführen sei. Nur in klaren Fällen verzichten Das Bundesgericht hat die Beschwerde des verunfallten Mannes nun gutgeheissen, wie die Schweizerische Depechenagentur meldet. Laut Gericht dürfe auf die Eröffnung einer Strafuntersuchung nur dann verzichtet werden, wenn eindeutig feststehe, dass keine Straftat vorliege. Wenn dagegen wie in Wengen eine Person schwer verletzt werde und eine mögliche Sorgfaltspflichtverletzung Dritter zur Frage stehe, gehe es nicht an, kein Verfahren durchzuführen. Die Berner Behörden seien deshalb verpflichtet, eine Strafuntersuchung zu eröffnen und in diesem Rahmen die Pistenverantwortlichen einzuvernehmen, urteilte das Bundesgericht. Erst nach durchgeführter Untersuchung habe die Staatsanwaltschaft dann zu entscheiden, ob das Verfahren allenfalls eingestellt oder Anklage erhoben werden könne. sda>

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