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Zöllner befürchten Kahlschlag

Grenzwächter protestieren gegen den Vorschlag, das Grenzwachtkorps aufzulösen und die Grenzwache der Polizei zu übertragen.

Schweizer Grenzwächter wollen nicht Kantonspolizisten werden: An ihrem Kongress in Thun protestierten die Delegierten ihrer Gewerkschaft Garanto gestern gegen entsprechende Ideen. Der Hintergrund: Stefan Blättler, Kommandant der Kantonspolizei Bern, hatte im Februar in einem Interview mit dieser Zeitung vorgeschlagen, das Grenzwachtkorps aufzulösen und die Grenzwachtaufgaben den Kantonspolizeien zu übertragen. Dies, weil sich seit dem Beitritt der Schweiz zum Schengen-Abkommen Doppelspurigkeiten zwischen Grenzwächtern und Polizisten ergaben. Grenzwächter operieren heute nicht mehr a priori an der Grenze, sondern im Landesinnern. Weiterer Ruf nach Fusion Die freisinnige St.Galler Polizeidirektorin Karin Keller-Sutter hatte an einer Partei-Medienkonferenz zur öffentlichen Sicherheit Mitte Mai in Bern in die gleiche Kerbe wie Blättler geschlagen. Sie möchte neben den Grenzwächtern auch die Bahnpolizisten in die Kantonspolizeikorps eingliedern, um die Sicherheitsdienste einheitlicher und damit effizienter zu organisieren. Sparen am falschen Ort? Die Zoll- und Grenzwacht-Gewerkschaft wirft den Anhängern der Fusionsidee vor, am falschen Ort sparen zu wollen. Zudem fehle der politische Wille, eine nationale Polizeireserve etwa für Grossereignisse zu schaffen. Verteilkämpfe zwischen Bund und Kantonen auf dem Buckel des Personals seien inakzeptabel. Laut der Gewerkschaft sind 90 Prozent der täglichen Arbeit des Grenzwachtkorps Zollaufgaben und nur 10 Prozent Polizeiliches. Deswegen müsse das Korps auch der Zollverwaltung und damit dem Finanzdepartement unterstellt bleiben. Synergien seien daher mit dem Zoll zu suchen, nicht mit den Kantonspolizeien.ma>

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