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45-Millionen-Finanzspritze fürs Spital?

UnterseenDer bernische Grosse Rat entscheidet in der Novembersession über die rund 45 Millionen Franken teure Sanierung und den

Nächsten Montag beginnt die Novembersession im Grossen Rat des Kantons Bern. Der Regierungsrat will dem Spital Interlaken rund 45 Millionen Franken für zwei Investitionsvorhaben zusprechen und hat dafür einen entsprechenden Antrag an den Grossen Rat gestellt. Für 11 Millionen soll das Haus K, das Bettenhaus, ein zusätzliches Stockwerk bekommen. Dadurch wären in Zukunft sämtliche Akutbetten in einem Gebäude untergebracht. Behandlung im Korridor Weitere 34 Millionen Franken werden für die Erneuerung und die Erweiterung der Operations- und Notfallabteilung benötigt. Obwohl es in den vergangenen Jahren verschiedene Um- und Neubauten gab, ist nicht genügend Platz für die Patienten vorhanden. Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion schreibt, dass Patienten häufig in den Korridoren behandelt werden. Zudem muss weiterhin mit einem Anstieg der Patientenzahl gerechnet werden. Der OP-Bereich, der in den 70er-Jahren gebaut wurde, ist in einem schlechten baulichen Zustand, und die Räumlichkeiten sind zu klein. Daher soll mit einem Anbau an den OP-Trakt die Abteilung erneuert und vergrössert werden. Der Notfallbereich soll direkt mit dem Operationsbereich verbunden werden. Auf dem Dach des Neubaus ist ausserdem ein neuer Helikopterlandeplatz vorgesehen. Im zu beantragenden Kredit umfassen die Baukosten rund 29 Millionen Franken. Der Restbetrag ist für die Anschaffung von neuen Geräten und Materialien vorgesehen. Die künftigen Bedürfnisse des Spitals können laut Gesundheits- und Fürsorgedirektion nur mit einer Erweiterung und Neuorganisation der OP- und Notfallbereiche gedeckt werden. Baubeginn ab Frühling 2012 Wie diese Zeitung berichtete, wurden vergangenen Juni bereits 27,5 Millionen Franken bewilligt, welche hauptsächlich für die Sanierung und die Dämmung der Gebäudehülle K eingesetzt werden. Wenn der Grosse Rat nun die zwei weiteren Kredite bewilligt, soll ab nächstem Frühling die Notfall- und Operationsabteilung ausgebaut werden, sodass das Spital Interlaken bis 2014 erweitert und saniert wäre. Das Geld wird aus dem Fonds für Spitalinvestitionen bezogen. Die Finanzkommission des Grossen Rates befürwortet beide Kredite. Für Interlaken ist diese Abstimmung die letzte Möglichkeit, kantonale Unterstützung für seine Investitionen zu erhalten, denn nach dieser Session wird der Fonds für Spitalinvestitionen aufgelöst. Ab 2012 wird die neue Spitalfinanzierung nach dem revidierten Krankenversicherungsgesetz in Kraft treten.Michelle Geringer>

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