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Atemberaubende Violinistin

Die Sommets Musicaux de Gstaad feiern ihr 10-Jahr-Jubiläum. Violinistin Alexandra Soumm sorgte für einen fulminanten Auftakt.

Das Orchestre de la Suisse Romande, unter der Direktion von Walter Weller, der Pianist Kirill Gerstein und die Violinistin Alexandra Soumm boten in der Kirche Saanen ein abwechslungsreiches Programm mit Werken von Mendelssohn, Mozart und Bruch. Absoluter Höhepunkt war das Violinkonzert Nr.1, g-Moll, Werk 26, von Max Bruch. Die junge Violinistin Alexandra Soumm, eine kleine, zierliche Frau, begeisterte mit Klangfülle und Leidenschaft. In oberen Bereichen hauchdünn, in unteren Lagen klangfarblich manchmal fast bratschenähnlich, zog die junge Geigerin temperamentvoll und in schönster musikalischer Anmut das Publikum in den Bann. Die Bläser des Orchestre de la Suisse Romande führten die Solistin denn auch sorgfältig und schmiegsam in das Hauptthema des ersten Satzes ein. So verschieden der zweite Satz und das Finale sich abzeichnen: Bruchs Violinkonzert, mit seinen Gefühlsausbrüchen, aber auch lyrischem Themenreichtum, wurde von Soumm wie aus einem Guss gespielt. Der Pianist Kirill Gerstein spielte mit bewundernswerter Technik sehr virtuos. Ein weicheres Spiel wäre Mendelssohns Klavierkonzert Nr.1, g-Moll, jedoch nähergestanden. Wo blieb die Romantik, die Mendelssohn’sche Weite, das Gefühl von unendlicher Freiheit? Mozarts Sinfonie Nr.36, C-Dur, KV 425, genannt «Linzer», wurde vom Orchester leichtfüssig und klar gespielt und bildete einen wunderschönen Übergang vom Klavier- zum Violinsolokonzert. Lotte Brenner >

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