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Blumen-Familie mit Herzblut

RöthenbachDie Grütters haben das Gärtnern im Blut. Jetzt übernimmt Sohn Marcel das Geschäft in dritter Generation. Es ist eine der letzten Gärtnereien im Raum Herzogenbuchsee.

An der Wangenstrasse in Röthenbach ist es noch ein bisschen mehr Frühling als anderswo. Geranien blühen, Hängepetunien, Sonnenlieschen und wie die Blumen alles heissen. Diese Farbenpracht, dieser Duft! Der Frühling ist die Hochsaison der Gärtnereien. «Bis Mitte Juni haben wir praktisch Siebentagewochen», sagt Marcel Grütter. Und dieser Frühling ist für den 35-jährigen Gärtner etwas Besonderes: Er übernimmt den Betrieb seiner Eltern in Röthenbach (Gemeinde Heimenhausen). Familie Grütter hat das Gärtnern im Blut. Das Geschäft begründet hatte 1936 Willy Grütter, 1973 übernahm Sohn Fritz – und jetzt wiederum übernimmt dessen Sohn Marcel. Dass er einmal in die Fussstapfen seines Vaters treten würde, wusste Marcel Grütter schon bald. Nach einer Gärtnerlehre, einigen Lehr- und Wanderjahren bildete er sich an der Kantonalen Gartenbauschule auf dem Oeschberg (Koppigen) zum Obergärtner weiter. So ist er auch berechtigt, Lehrlinge auszubilden und Prüfungen abzunehmen. Ein wichtiger Punkt. Denn die Grütters bilden regelmässig auch Lehrlinge aus. Bei neun Mitarbeitenden sind es zurzeit zwei, und im Sommer kommt neu noch eine Floristinlehrtochter dazu. Der Familienbetrieb – auch Tochter Nicole und die Eltern arbeiten mit – erweist sich als erstaunlich robust. Hatte es vor 20 Jahren im Raum Herzogenbuchsee noch mehrere Gärtnereien gegeben, so sind die Grütters heute noch fast die einzigen. Als Letzter gab im vergangenen Jahr der Buchser Gärtner Peter Ammon altershalber auf. Davon profitiert Marcel Grütter. Er «erbte» den Gemeindeauftrag für das Totengräberamt (die Friedhofspflege hatte er schon zuvor). Auf dem freien Markt müssen sich aber auch die Grütters nach der Decke strecken. Sie spüren die Konkurrenz der Grossverteiler. Und sie spüren den gesellschaftlichen Wandel. Weil viele Leute keinen Garten mehr haben, ist das Geschäft mit den Gemüsesetzlingen rückläufig. Blumen dagegen florieren. Deshalb gehört die Hochzeitfloristik zu den Spezialitäten der Gärtnerei. «Für die britische Traumhochzeit konnten wir aber noch nichts liefern», meint Marcel Grütter schmunzelnd.Stefan AerniTage der offenen Tür: heute, 8 bis 17 Uhr. Morgen Sonntag, 10 bis 17 Uhr. Wangenstrasse 18, Röthenbach.>

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