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Chefs drücken ein Auge zu

Schweizer Arbeitgeber zeigen sich während der WM gegenüber Angestellten kulant – sofern die Arbeit nicht liegen bleibt.

Allein schon mit fussballbezogenen Diskussionen, etwa über Schiedsrichterentscheide und Torszenen, geht täglich pro Arbeitnehmer eine Viertelstunde Arbeitszeit verloren, wie eine Studie zur Fussball-WM 2006 in Deutschland zeigte. Der geschätzte Produktivitätsverlust betrug laut der Studie der Universität Hohenheim 0,4 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Ein weiterer Grund für den Arbeitszeitverlust ist der müdigkeitsbedingt verspätete Arbeitsbeginn am Morgen nach spannenden Abendpartien. Der Schweizerische Gewerbeverband sieht wegen der bevorstehenden WM in Südafrika keine grossen Probleme auf die Schweiz zukommen. Empfehlungen habe der Gewerbeverband nicht herausgegeben, sagte Kommunikationschef Patrick Lucca. Für das Verfolgen der Spiele während der Arbeit gelte: «Wer schaut, holt nach.» Die Erfahrung zeige aber, dass Chefs und ihre Angestellten in den KMU pragmatische Lösungen fänden für die Probleme im Zusammenhang mit Fussball-Grossanlässen. So sehen es viele Schweizer Arbeitgeber: Swisscom, Helsana und UBS verwiesen auf Anfrage auf die flexible Arbeitszeit und die Eigenverantwortung der Angestellten. «Es ist durchaus möglich, dass unsere Mitarbeitenden je nach Tätigkeit und Arbeitsbereich die Spiele zumindest teilweise live schauen können», sagte eine UBS-Sprecherin. Die SBB stellen während der Nachmittagsspiele der Schweiz an einzelnen Standorten eine Leinwand zur Verfügung. BKW und die Berner Kantonalbank (BEKB) sehen während der WM keine besonderen Vorkehrungen vor. gh/sda>

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