Zum Hauptinhalt springen

Die Urteile gegen die sechs Beschuldigten sind gefällt

AarwangenDer Drogenprozess gegen sechs Beschuldigte in Aarwangen ist nach einer Woche mit der Urteilsverkündung zu Ende gegangen.

Handyverkehr mit Codewörtern, laufende Wechsel von Telefonnummern, Handel mit Drogen, verschleierte Übergaben von Geld und Drogen, Telefonüberwachung und Observierung durch die Polizei. Der Drogenprozess in Aarwangen enthielt alle Zutaten zu einem spannenden TV-Krimi. Gerichtspräsident Fritz Aebi meinte zu Beginn der Urteilsverkündung: «Es war nicht einfach, die Übersicht zu gewinnen.» Das Gericht hatte die Übersicht. Die beiden Hauptbeschuldigten wurden zu 40 und zu 28 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Mann, der im St.Galler Rheintal zu Hause ist, muss neben den Haupttätern als Einziger seine Strafe absitzen. Er war, nachdem er bedingt aus dem Gefängnis entlassen worden war, wieder straffällig geworden. Das Gericht brummte ihm eine Gesamtstrafe von 22 Monaten auf, die er absitzen muss. Die übrigen Beschuldigten kamen mit bedingten Strafen davon. Auch die Ehefrau war beteiligt Die Ehefrau des Hauptbeschuldigten, die als Kurierin und Chauffeuse ihres Mannes gewirkt hatte, erhielt eine bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen. Der Hauptbeschuldigte, der selbst nicht drogenabhängig ist, erhielt eine unbedingte Freiheitsstrafe von 40 Monaten. Ihm wurden Kauf und Weitergabe von Kokaingemisch, der Anbau von einer unbestimmten Menge Hanf, ein Einbruch, Diebstahl Sachbeschädigung und Verstoss gegen das Strassenverkehrsgesetz nachgewiesen. 28 Monate Freiheitsstrafe erhielt der ehemalige Militärpolizist aus Bosnien-Herzegowina, der den Hauptbeschuldigten mit Kokain beliefert hatte und der sich trotz Einreiseverbot und Ausschaffung mit gefälschten Papieren in der Schweiz aufhielt. Illegale Waffen Der seit seiner Geburt in Langenthal lebende deutsche Staatsbürger wurde mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 16 Monaten bestraft. Ihm werden der Anbau und das Inverkehrbringen von 7 Kilogramm Marihuana angelastet, ausserdem der Kauf, Besitz und Konsum von Kokain. Zudem bestrafte ihn das Gericht wegen Besitz und Einfuhr eines Elektroschockgerätes und einer Schlagrute ohne Bewilligung. Dass er andere Waffen für seine Sammlung ohne schriftlichen Vertrag erworben hatte, war zum Zeitpunkt des Prozesses schon verjährt und wurde nicht mehr beurteilt. Freigesprochen wurde er vom Vorwurf, 76 Tabletten eines Potenzmittels eingeführt zu haben, weil dieses Mittel in der Schweiz zugelassen ist. Mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten kam der junge Mann aus der Thunerseegegend davon. Er hatte, um sich seinen eigenen Drogenkonsum zu finanzieren, in Langenthal und Bern eine unbestimmte Menge Kokaingemisch weiterverkauft. Jetzt sei er sauber und konsumiere keine Drogen mehr, versicherte er dem Gericht. Alle Bestraften erhielten ausserdem eine Busse, und sie müssen ihren Anteil an den Prozesskosten tragen. Eduard Nacht >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch