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Ein besonderes Rendezvous für Ilic

VolleyballSvetlana Ilic ist Schweizer Nationaltrainerin und Headcoach von Voléro Zürich. Am Samstag trifft die Volleyball-Lehrerin im Cupfinal in Bern auf vier ihrer Schützlinge, die bei Neuenburg spielen.

Wenn Svetlana Ilic, Trainerin des Champions-League-Viertelfinalisten Voléro Zürich, morgen im Rahmen des Schweizer Cupfinals gegen Neuenburg die Wankdorfhalle betreten wird, tut sie es mit gemischten Gefühlen. Im vergangenen Jahr gewannen die von ihr betreuten Meisterinnen in Bern den Cupfinal gegen Neuenburg 3:0; vor acht Jahren hatte Ilic neben der Stade-de-Suisse-Baustelle eine der bittersten Niederlagen in ihrer Karriere erlebt: Mit Tongeren (Be) verlor die Aussenangreiferin im Halbfinal des Top-Teams-Cup gegen Zeiler Köniz vor 2800 Zuschauern 0:3 (23:25, 18:25, 14:25). Auch Bundesrat Samuel Schmid freute sich am vorzüglichen Auftritt des Trios Jana Surikova (Pass), Zdenka Vlckova (Block) und Janete Strazdina (Angriff). Wieder ein Duell Frey - Ilic Auch der ehemalige Könizer Meistercaptain Sabine Frey war 2003 dabei gewesen, als der Berner Vorortsklub in der Wankdorfhalle eine Sternstunde erlebte. Morgen bemüht sich Frey, als Neuenburger Abfangjägerin die Powerangriffe der gross gewachsenen Voléro-Stars zu blocken. Die Schweizer Nationalspielerin muss sich den Schmetterbällen der nach der erfolgreichen Champions-League-Kampagne umworbenen Ausländerinnen Jelena Alajbeg (Kro), Brankica Mihajlovic (BiH) und Hélène Rousseaux (Be) entgegenstemmen. Frey und Ilic stehen sich am Samstag wieder einmal als Konkurrentinnen gegenüber – gewöhnlich sind sie Verbündete: Die 38-jährige serbisch-kroatische Doppelbürgerin ist seit letztem Sommer auch Trainerin der helvetischen Frauenauswahl, die im Hinblick auf die kontinentalen Titelkämpfe 2013 im eigenen Land fit gemacht werden soll. Voléro hat im Cup Priorität «Natürlich will ich den Cupfinal gewinnen», sagt Ilic, die als Volleyballerin für drei Nationen spielte – Jugoslawien, Kroatien sowie Serbien-Montenegro – und in sechs Ländern und elf Teams ihr Geld verdiente. Sollten Neuenburgs Nationalspielerinnen Anna Protasenia, Diva Boketsu, Nadège Paquier und Frey morgen in der Wankdorfhalle eine ähnliche Sternstunde erleben wie Zeiler Köniz vor acht Jahren – würde sich Ilic darüber freuen? «Nein!», entgegnet sie apodiktisch. «Im Cupfinal bin ich Voléro-Trainerin.» Um mit gespieltem Entsetzen anzufügen: «Ich will doch nicht entlassen werden. Wir werden die Partie akribisch vorbereiten und Neuenburg mit Respekt begegnen. Überraschungen passieren nur dann, wenn man einen Gegner nicht ernst nimmt.» Ilic lässt jedoch durchblicken, dass das angedachte, allerdings nicht anzunehmende Szenario auch seinen Reiz hätte. «Wenn die vier Neuenburgerinnen im Cupfinal grossartig spielen, ist das grundsätzlich gut für mich.» Bis am 11. Mai hat für Svetlana Ilic Voléro Zürich Priorität. Dann will sie den Aufbau des Nationalteams vorantreiben. Zum zweiten Mal wird sie das von Swiss Volley in Zusammenarbeit mit Voléro-Präsident Stav Jacobi ausgearbeitete Projekt «Stützpunkt Nationalteam» leiten. Während dreier Monate zieht sie die besten Spielerinnen zusammen. Ilic verschweigt nicht, dass der Weg zu einem kompetitiven Frauen-Nationalteam steinig ist. «Bis jetzt haben sich erst zehn Frauen verpflichtet, bis zur EM 2013 professionell zu spielen.» Mindestens zwölf müssten es aber sein. Thomas Wälti Bern (Wankdorfhalle). Schweizer Cup. Finals. Samstag. Frauen (14.30 Uhr): Neuenburg - Voléro Zürich. – Männer (18 Uhr): Lausanne - Amriswil.>

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