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Ein Center der Superlative

Nach zwei Jahren Bauzeit wird morgen das Ilfis Center Langnau, das grösste Einkaufszentrum des Oberemmentals, eröffnet. Bis dahin gibt es für die Angestellten und die Putzequipe noch einiges zu tun. Ein Augenschein.

«Ein energietechnisches Vorzeigeobjekt», über 8000 Quadratmeter Verkaufsfläche, 214 Parkplätze und insgesamt 49 neue Arbeitsplätze, «die meisten davon mit Einheimischen besetzt»: Die versammelten Coop-Kaderleute überboten sich gestern vor den Medien mit guten Nachrichten. «Wir spüren in der Bevölkerung schon jetzt viel Sympathie», sagte Peter Baumgartner, Leiter der Berner Coop-Einkaufscenter. «Das gibt eine gefreute Sache.» Morgen Donnerstag um 8 Uhr wird die grosse gläserne Eingangstüre zum Ilfis Center Langnau für die Kundschaft geöffnet. Entsprechend ist der Schlussspurt nun in vollem Gang. Die Leute vom Putzinstitut nehmen die Böden auf und bringen die Vitrinen zum Glänzen. Die Elektriker montieren die Brandmelder und verdrahten den Bancomaten. Überall werden Regale aufgefüllt und beschriftet. In der Gartenabteilung drapieren zwei junge Frauen Stiefmütterchenkistchen. Und im «Bau+Hobby» gibt ein Mann in der Securitas-Uniform Acht, dass keine ungebetenen Gäste hereinkommen und etwas mitnehmen, was ihnen nicht gehört. Jetzt mit Tageslicht Das «Bau+Hobby» sowie das Restaurant mit seinen 170 Innensitzplätzen sind im Erdgeschoss eingerichtet. Über eine grosse Rolltreppe gehts hinauf in den 1. Stock – zur Weltbild-Filiale und den fünf Geschäften aus der Coop-Gruppe: zu Fust, Interdiscount, Vitality-Apotheke, Import-Parfümerie und natürlich zum Supermarkt. Für die Angestellten werde das Arbeiten im neuen Ilfis Center angenehmer, erklärt Peter Schmid, Leiter der Coop-Verkaufsregion Bern. Bisher, im Supermarkt an der Langnauer Oberstrasse, hätten sie auf das Tageslicht verzichten müssen. «Hier im Neubau bekommen nun alle mit, ob es regnet oder die Sonne scheint.» Der Bau des Ilfis Centers kostete insgesamt 63 Millionen Franken. Ein Drittel der Arbeiten, darauf sind die Verantwortlichen besonders stolz, seien an Unternehmen in unmittelbarer Nähe von Langnau vergeben worden. Alle hatten die Vorgabe, möglichst umweltschonende Lösungen zu suchen. «Mit dem Resultat sind wir sehr zufrieden», sagt Heinrich Beer, ebenfalls Mitglied der Coop-Direktion. Der jährliche CO2-Ausstoss werde um 80 Tonnen reduziert – Wärmerückgewinnung, energiesparende LED-Beleuchtung und eine gut isolierende Gebäudehülle machen es möglich. «Der Bau dieses Einkaufszentrums ist ein Glücksfall», bestätigt der aussenstehende Urs Müller von der Energieregion Emmental. Diese Gruppe eröffnet im Jahr 2011 den Erlebnisweg Energie mit dem Ilfis Center «als wichtige Station, als Leuchtturm sozusagen». Am Sonntag offen Weniger euphorisch blicken einige Ladenbesitzer der Eröffnung des Ilfis Centers entgegen. Sie fürchten um ihre Existenz. «Das örtliche Gewerbe», entgegnet Peter Schmid, «kann aber auch profitieren, wenn mehr Leute nach Langnau kommen, um einzukaufen». Coop sei zu gross, um alle Nischen abdecken zu können, um etwa jede erdenkliche Käsesorte anzubieten. Abgesehen davon gebe es im Ilfis Center diverse regionale Produkte, etwa die in Zäziwil hergestellten Tigers-Joghurts. Die SCL Tigers spielen auch dieses Wochenende eine Rolle, geben der Kundschaft am – ausnahmsweise geöffneten – Sonntag Autogramme. Zudem stehen Rösslispiel, Zwirbelirad&Co. bereit, und für Musik sorgen das Schwyzerörgeliquartett Mondschyngiele sowie der Jodlerklub Langnau. Markus Zahno>

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