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Es drohen bis zu 15 Jahre Gefängnis

Jörg Kachelmann soll vor den Richter. Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen den TV- Wettermoderator Anklage wegen Verdachts auf besonders schwere Vergewaltigung und gefährliche Körperverletzung erhoben.

Laut Anklage soll Jörg Kachelmann im Februar seine 36 Jahre alte langjährige Freundin vergewaltigt haben, die sich von ihm trennen wollte. Dabei soll der 51-jährige Schweizer der Frau in deren Schwetzinger Wohnung (Baden-Württemberg) ein Küchenmesser mit acht Zentimeter langer Klinge so sehr an den Hals gedrückt haben, dass das Opfer dadurch verletzt worden sei. Zudem soll er die Frau während und nach der Vergewaltigung mit dem Tod bedroht haben. Vergewaltigung kann mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden. Der bekannte Meteorologe Kachelmann sitzt seit dem 20. März in Mannheim in Untersuchungshaft. Er war auf dem Rückweg von den Olympischen Spielen im kanadischen Vancouver auf dem Frankfurter Flughafen verhaftet worden. Unschuldig? Kachelmann bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Sein Anwalt Reinhard Birkenstock war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Ermittler stützen ihre Anschuldigungen nach eigenen Angaben auf Aussagen der Ex-Freundin Kachelmanns sowie auf kriminaltechnische und rechtsmedizinische Untersuchungen. Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll Kachelmann weiterhin in Untersuchungshaft bleiben. Darüber muss nun die Grosse Strafkammer des Landgerichts Mannheim entscheiden, ebenso wie über die Zulassung der Anklage. Der für den 1.Juni vom Amtsgericht Mannheim angesetzte Haftprüfungstermin entfällt. Kachelmanns Anwalt Birkenstock hatte Anfang Mai eine Aufhebung des Haftbefehls und, falls dies erfolglos sein sollte, vorsorglich eine mündliche Haftprüfung beantragt. Keine Kaution Schon zu einem früheren Zeitpunkt hatte die Staatsanwaltschaft erklärt, theoretisch sei eine Freilassung auf Kaution möglich. Die Höhe richte sich nach den Verhältnissen des Beschuldigten. Für die Beantragung und den Erlass des Haftbefehls wegen dringenden Tatverdachts und Fluchtgefahr war für die Justiz aber massgeblich, dass die Schweiz ihre eigenen Bürger nicht der deutschen Justiz ausliefern könnte. sda/afp/dpa >

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