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FDP will mehr für 16- bis 18-Jährige

Mehr Angebote für Jugendliche zwischen 16 und 18 und mehr WC-Anlagen in Thun: Dies fordert die FDP mittels Postulat.

Nachtlärm, Verschmutzung und Vandalismus in der Thuner Innenstadt werden einmal mehr zum Politikum: Die vor ein paar Tagen mit 333 Unterschriften eingereichte Petition der Innenstadt-Genossenschaft Thun (IGT) und des Altstadt-Stamms wird um ein FDP-Postulat im Stadtrat ergänzt. Der Grund: «In der Petition werden zwar die Probleme hervorgehoben, doch sie greifen zu kurz und beleuchten die ganze Situation einseitig», wird im Postulat begründet. Unter dem Motto des Altstadt-Stamms «Für nes läbigs Mitenand» verstehe die FDP nicht nur Repression, Videoüberwachung und erhöhte Polizeipräsenz, sondern ebenfalls ein Aufeinander zugehen mit Respekt und Toleranz. Das fehle 16-Jährigen Die Erstunterzeichnenden FDP-Stadträtinnen und Initiantinnen des Postulats, Franziska Gyger und Christine Buchs, schreiben: «Es gilt dringend, nicht die Symptome, sondern die dazu führenden Ursachen zu bekämpfen.» Leider habe sich auf die Petition «Thun rockt» vom 16. Oktober 2008, welche die Thematik erstmals aufgegriffen habe, wenig getan. Und: «Mit repressiven Massnahmen allein verändert sich nichts», schreiben sie. «Fakt ist, dass die Jugendlichem zwischen 16 und 18 Probleme verursachen und ihnen aufgrund des Alkohol- und Tabakgesetzes der Einlass in die meisten Clubs verwehrt bleibt.» Hinzu komme, dass es zuwenig öffentliche WC-Anlagen habe, was die Problematik verschärfe. Ausgeh- und WC-Möglichkeiten für 16- bis 18-Jährige gebe es in Thun nur an drei Orten: im Café Central am Mühleplatz (im Fumoir), in der Mühlebar und im Mokka. Mehrere Lösungsvorschläge Lösungsvorschläge werden im FDP-Postulat mehrere formuliert. Dazu gehören zusätzliche WC-Anlagen und mehr Ausgehmöglichkeiten für diese Altersgruppe an verschiedenen Standorten, wo Private mit den Jugendlichen Projekte (wie zum Beispiel Rollorama) ausarbeiten. Das Midnight-Sports-Projekt mit offenen Turnhallen am Samstagabend zwischen 21 und 24 Uhr für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren sei eine ideale Variante. «Zudem ist die Überzeitbewilligung ein wichtiger Bestandteil zu einem attraktiven Nachtleben und ist sinnvoll in Bezug auf den öffentlichen Verkehr, der um fünf Uhr wieder anrollt», schreiben die Initiantinnen. «Wenn alle Lokale früher schliessen, warten die Jugendlichen bis dahin in der Innenstadt – mit den bekannten Problemen von Lärm und Vandalismus.» Da Gemeinderat Peter Siegenthaler (SP) am Freitagabend versprach, das Postulat bis zur Sitzung des Stadtrats Anfang März zu beantworten – und somit auch innerhalb der Frist, in welcher er die Petition beantwortet haben muss –, zog die FDP die beantragte Dringlichkeit zurück. Franziska Streun>

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