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Harmonisch-chaotische Familie

InterlakenDie überaus sympathische, chaotische und doch harmonische Familie Gantenbein war zu Gast im gut gefüllten Konzertsaal im Kunsthaus Interlaken mit

Die Familie Gantenbein bezeichnet ihre Werke als Zirkus-Rock-’n’-Roll: mal wild, mal ruhig und manchmal nahe am musikalisch-textlichen Wahnsinn; irgendwie schräg, ganz sicher nicht alltäglich und auf jeden Fall immer liebenswert. Die witzigen und zum Teil skurril anmutenden Mundarttexte von Sänger, Frontmann und Geschichtenerzähler Jürg Germann bilden den Inhalt, die Töne querbeet durch die Musikgeschichte von der Band (Niklaus Graf, Schlagzeug; Benjamin Meichtry, Bass; Michael Baumgartner, Gitarre; Fabian von Allmen, Gitarre; Simon Alder, Piano, Orgel, Moog) musikalisch spannend und zum Teil überraschend umgesetzt den Rahmen ihrer Songs. Manchmal beginnen die Gantenbeins einen Song mit einem «Ah, das ist doch der bekannte -Song», um aber bereits nach einem Takt in einen eigenen Song überzugehen. Eigentlich überraschend, dass die Taufe zur CD «Ueli der Tänzer» bereits am 10.November stattgefunden hat. Denn das Ganze einen Tag später, am Tag aller Tage im Jahre des Herrn 2011, hätte so perfekt zu den sechs schrägen und doch unheimlich sympathischen Familienmitgliedern gepasst. Warum wissen wohl nur sie selber – wenn überhaupt. Der angekündigte, musikalische Wahnsinn begann am Samstagabend bereits an der Kasse im Kunsthaus Interlaken: Alle Besucher erhielten die neue CD geschenkt. Zugleich diente sie als Eintrittskarte. Ueli und andere GeschichtenDie Gantenbeins bezeichnen sich selber als wilde Suchende; sie wirken auf ihrem Weg fast orientierungslos, tanzen auf vielen Hochzeiten zugleich und haben trotz allem ein Ziel: Spass zu haben und zu unterhalten. Und dies taten sie denn am Samstagabend auch. Mit Titeln aus den zwei vorherigen CDs («Ds Aarwange a der Stange blibe hange» und «Super Mario het gärn Pilzli») wurden auch gleich die fünf neuen Ueli-Songs nahtlos ins Programm verwoben. Ueli (angelehnt an den Knecht) lebt jedoch in der Stadt und verirrt sich auf einem schwerelosen Tanztrip in einem Club. Das Thema mit Uelis Auf und Ab und der Suche nach Liebe ist wahrlich nicht neu, aber wohl neu umgesetzt von den Gantenbeins – auch wenn sie problemlos auf die weiblichen Elemente in der Familie verzichten können –, jedenfalls auf der Bühne. Urs Hoferwww.familiegantenbein.ch >

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