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Heisser Tanz zu heissem Wetter

Passend zum heissen Wetter gabs «im Rathaus um vier» mit dem Flamencoensemble Fuego Espanol südliche Klänge zu hören.

Trotz gleichzeitigen WM-Viertelfinals war das sechste Konzert dieses Jahres der Reihe «im Rathaus um vier» gut besucht. An jedem ersten Samstag im Monat gibt es aufgrund des Engagements von Sabine und Tuomas Kaipainen im Thuner Rathaus eine Stunde Musik zu hören. Dieses Mal brachte das deutsche Ensemble Fuego Español – passend zum heissen Wetter – südliche Klänge nach Thun. «Fuego Español» besteht aus der Sängerin Juana, Cristobal an der Flamencogitarre und Sophia de Lunares, die tanzt, sich aber dank perkussiver Effekte mit Schuhen und Händen gut in die Musik integriert. Verzweiflung und Liebe Der Flamencogesang kam mit den Gitanos (Zigeuner) nach Spanien, welche in ihrer neuen Heimat verfolgt wurden, deshalb war er ursprünglich vor allem Ausdruck von Verzweiflung und Wut, erzählte aber auch von Liebe und Leidenschaft. Dass er von Freud und Leid gleichermassen handelt, lässt sich an den Bezeichnungen der Stücke erkennen, welche zum Beispiel Soléa (von span. soledad = Einsamkeit) oder Alegría (Freude) heissen. Diese unterschiedlichen Stimmungen vermochte Gitarrist Cristobal verständlich zu vermitteln. Er spielte in positivem Sinne unspektakulär, liess seine Gitarre mit gelegentlichen Ausbrüchen klagen, sehnsuchts-voll erzählen und auch fröhlich singen. Energisch, fast schroff Veranschaulicht wurde die heisse Musik im Rathaus durch Sophias ausdrucksstarken Tanz, oft energisch, manchmal beinahe schroff. Die weichen Bewegungen ihrer Arme bildeten dazu einen schönen Gegensatz. Da Juana den Zuhörerinnen und Zuhörern einen für den Flamenco typischen Rhythmus im 12er-Takt mit Betonungen auf eins, vier, sieben, neun und elf lehrte, konnte aus dem kurzen Konzert jeder Gast ein kleines Stück Flamenco mit nach Hause nehmen. Miriam Schild >

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