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«Heute sehe ich die Vorteile»

Am Wochenende trat Steff la Cheffe am Wake&Jam Festival in Murten auf. Bald schon feiert sie ihre Gurtenfestivalpremiere.

Wie fühlt man sich als Frau in der Männerdomäne Rap? Steff la Cheffe: Inzwischen passt mir das ganz gut. Ich denke, dieser Frauenbonus, der mich zu Beginn zugegebenermassen enerviert hat, bringt mir Vorteile gegenüber meinen männlichen Kollegen – zum Beispiel mehr Aufmerksamkeit bei den Medien. Dadurch kommen mehr Leute an meine Konzerte und nicht zuletzt kaufen auch mehr Leute meine CD. Und wo wird Steff in zehn Jahren la Cheffe sein? Ich will mich noch weiterentwickeln – etwa meine Ausbildung vervollständigen. Ich habe ein Studium als soziokulturelle Animatorin begonnen. Das beinhaltet Jugendarbeit, Quartierarbeit und Streetwork. Meine Vision besteht darin, Musik und Jugendarbeit zu kombinieren und daraus etwas zu machen. Aber ich habe viele verschiedene Pläne. Es ist schwierig, zu sagen, wo ich in zehn Jahren stehen werde. Und so ein Studium bietet die Uni Bern an? Nein, das gibt es an der Fachhochschule Luzern. In der Deutschschweiz kann man das nur dort studieren. An der Uni Bern kann man zwar auch Sozialarbeit studieren. Und dort ist auch ein wenig soziokulturelle Animation mit drin. Aber wer sich voll auf soziokulturelle Animation konzentrieren will, muss nach Luzern gehen. Bern verliert also bald eines seiner Talente? Nein. Ich bin während meiner Studienzeit früher schon von Bern nach Luzern gependelt. Und wie geht es für Sie in unmittelbarer Zukunft weiter? Das Wichtigste ist sicher, dass wir schon bald auf dem Gurten spielen können. Das ist der Hauptfokus für mich in diesem Jahr. Ausserdem will ich mir einen Loop kaufen und lernen, damit umzugehen. Es würde mich sehr reizen, eine etwa halbstündige One-Woman-Show zusammenzustellen. Im August steigt am Zürichsee zudem noch eine richtig grosse Show mit Andreas Vollenweider. Den Loop, ein Gerät, mit dem man seine eigene Stimme mehrfach aufnehmen und wiedergeben kann, setzt zum Beispiel auch die Zürcher Sängerin Heidi Happy live ein Ja, das ist ein extrem spannendes Gerät. Es gibt auch immer mehr Beatboxer, die einen Loop einsetzen. Aber in Murten stehen Sie mit Ihrer Band auf der Bühne. Wird das auf dem Gurten auch so sein? Absolut. Das war zunächst eine Jamband, deren Musiker mich eingeladen haben, mal mitzumachen. Die Chemie hat dann so gut gestimmt, dass wir weitergearbeitet haben. Der Gitarrist und der DJ kamen später noch dazu. Interview: Thomas KohlerKonzert Steff la Cheffe: Sonntag, 18.Juli, Gurtenfestival. >

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