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Hoch gesteckte Ziele im hohen Norden

Das Schweizer Nationalteam mit Aushängeschild Simone Niggli-Luder will an der WM in Trondheim fünf Medaillen gewinnen.

«Daheim in Trondheim» – das Anfang 2007 in Zusammenarbeit mit Swiss Olympic lancierte Projekt liess sich der helvetische OL-Verband einiges kosten. Acht Aufenthalte in Norwegen, vier davon im WM-Ort, hat das Nationalteam hinter sich. Ziel der Übung ist, an den mit dem sonntäglichen Sprint beginnenden Titelkämpfen fünfmal Edelmetall zu gewinnen. Für Laien mag der relativ grosse Aufwand unverständlich sein, zumal jährlich WM-Medaillen vergeben werden. Für die Beteiligten handelt es sich jedoch um einen besonderen Anlass, weil er auf skandinavischem Boden stattfindet. Nordeuropa ist die Wiege des OL-Sports, im 20.Jahrhundert stellten Schweden, Finnen und Norweger die besten Equipen, in heimischem Gelände waren sie nahezu unschlagbar. In der letzten Dekade haben sich die Kräfteverhältnisse verlagert, Schritt für Schritt haben die Schweizer das Kommando übernommen. War es zu Beginn Simone Niggli-Luder vorbehalten, die Gegnerschaft im Alleingang in den Schatten zu stellen, ist das helvetische Männerteam in den letzten drei Jahren zur Nummer 1 avanciert. Der in der Berner Länggasse wohnhafte Thurgauer Daniel Hubmann ziert die Spitze der Weltrangliste; dank Matthias Merz (3.), Fabian Hertner (4.) und Matthias Müller (7.) verfügt der scheidende Cheftrainer Thomas Bührer gleich über ein Weltklasse verkörperndes Quartett. Livebilder dank SSF Die letzten drei Jahre sind im Hinblick auf Trondheim insofern nur bedingt massgebend, als die Weltmeister jeweils in osteuropäischen Ländern erkoren wurden. In der 540 Kilometer nördlich von Oslo gelegenen 170000-Einwohner-Stadt werden primär die Jüngeren unter den Nichtnordländern mit Ungewohntem konfrontiert, mit hängenden Sümpfen und dicht bewaldeten Hängen beispielsweise. Die Skandinavier sind bestrebt, den Platz an der Sonne zurückzuerobern – die besten Norweger liessen zwecks Vorbereitung auf das Heimspiel sogar die EM in Bulgarien sausen. Die Schweizer wiederum wollen in den prestigeträchtigen Rennen ihre Vormachtstellung behaupten. Niggli-Luder sagt, sie habe ein «gutes Gefühl» und in jeder Disziplin Edelmetallchancen. Über Titel spricht die 32-Jährige nicht. Es ist aber kein Geheimnis, dass die Münsingerin ihren einmaligen Palmarès mit einer in Norwegen gewonnenen Goldmedaille veredeln möchte. Wer ihr bei der Arbeit über die Schulter schauen will, kann dies zu Hause auf dem Sofa tun. Das Schweizer Sportfernsehen (SSF) ermöglicht mittels Direktübertragungen auch nicht reisewilligen Anhängern, sich in Trondheim fast wie daheim zu fühlen.Micha JeggeDie WM-Entscheidungen. So, 8.August: Sprint (ab 13.30). – Do, 12.August: Langdistanz (ab 12.55). – Sa, 14.August: Mitteldistanz (ab 12.30). – So, 15.August: Staffel (ab 11.30). >

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