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Ja zum geplanten Kauf von Emmental Tours

TourismusDer Verein Region Emmental setzte zwei deutliche Zeichen zugunsten des regionalen Tourismus.

Der Verein Region Emmental betreibt, als freiwillige Aufgabe, seit anderthalb Jahren auch die Tourismus- und Marketingförderung. Vorerst aber nur im Rahmen eines dreijährigen Pilotprojekts. Dieses läuft Ende 2012 aus. Um Gewissheit zu haben, ob bereits angedachte Projekte wie die Lancierung des Agrotourismus, die Neubelebung der Käsestrasse oder das Unterkunftsmanagement für das Eidgenössische Schwingfest 2013 weitergeführt werden können oder nicht, beantragte der Regionsvorstand den Mitgliedsgemeinden vorgestern Abend an einer ausserordentlichen Hauptversammlung einen definitiven Entscheid. Dieser ist deutlich ausgefallen: Mit 65 Ja-Stimmen zu 1 ablehnenden Votum haben die Gemeindevertreter beschlossen, den Tourismus fest ins Aufgabenpaket der Region einzubinden. Präsident Samuel Leuenberger relativierte allerdings: Dieser Beschluss habe zwar präjudizierenden Charakter, sei aber noch nicht abschliessend. Im Zuge der geplanten Überführung des Vereins Region Emmental in eine Regionalkonferenz müsse auch noch das Volkswirtschaftsreglement und damit abschliessend die Tourismusförderung als Aufgabe genehmigt werden. Am selben Abend fällte die Versammlung einen weiteren wegweisenden Entscheid in Sachen Tourismus: Mit 59 Ja- zu 19 Nein-Stimmen erhielt der Vorstand von den Gemeinden den Auftrag, Kaufverhandlungen mit der BLS zu führen, welche die Emmental Tours AG (Etag) mit Sitz in Burgdorf verkaufen will. Die Region strebt an, eine Mehrheit von 51 Prozent an der Etag zu erwerben; für den Rest interessiert sich die Biketec AG in Huttwil (wir berichteten). Die Versammlung genehmigte für das Geschäft einen Kredit von 90000 Franken; für den Kauf selber sollen aber nur maximal 75000 Franken eingesetzt werden. Das Geld stammt aus Eigenmitteln. Schon jetzt ist das Tourismusressort der Region Emmental eng mit Emmental Tours verbandelt: Der vom Verein angestellte Touristiker Christian Billau hat seinen Arbeitsplatz in den Räumlichkeiten der Etag, die für die Region auch das Callcenter und die Post betreut, die Infrastruktur zur Verfügung stellt und die Ferienablösung gewährleistet. Demnächst entscheidet die BLS, mit wem sie in Verkaufsverhandlungen treten will; im August dürfte das Geschäft über die Bühne gehen.Hans Herrmann>

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