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Jetzt fehlen 8 Millionen mehr

Mit 10 Millionen hatte man gerechnet, 2 sollen es nun sein: Die Kürzungen beim Sportfonds sind für Langnau «dramatisch».

Langnau hatte vor, auf dem Zeughausareal für gut 30 Millionen Franken ein Eissportzentrum zu bauen. Weil es sich um ein «überregional bedeutendes Projekt» handle, rechneten die Promotoren ursprünglich mit 10 Millionen aus dem Sportfonds. Dass der Kanton neu höchstens noch 2 Millionen pro Bauvorhaben locker macht, «ist für uns natürlich dramatisch», sagt der Langnauer Gemeindepräsident und Grossrat Bernhard Antener (SP). «Wie wir die fehlenden 8 Millionen kompensieren wollen, steht in den Sternen.» Dabei stand das Langnauer Stadionprojekt schon vorher auf wackligen Beinen. Der Bund reservierte das Zeughausareal fünf Jahre für den Neubau. In dieser Zeit gelang es nicht, die Finanzierung zu sichern, weshalb der Bund den Kaufrechtsvertrag nicht verlängert hat und nun auch andere Nutzungen prüft. In der Altjahrswoche will die Gemeinde Langnau informieren, wie es weitergeht. Jedes Jahr gleich viel Bernhard Antener macht derweil keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die Kürzungen beim Sportfonds. Ihn stört insbesondere, dass der Kanton jedes Jahr gleich viel – maximal 6,5 Millionen – aus dem Fonds ausschütten will. «Wer Glück hat und sein Projekt in einem Jahr mit weniger Gesuchen einreicht, bekommt mehr Geld als in einem Jahr mit vielen Gesuchen. Das ist doch Willkür», sagt Antener. «Das Geld, das man nun weniger für den Bau von Sportanlagen ausgibt, benötigt man dafür für die Prävention, für den Kampf gegen Übergewicht.» Burgdorf, Biel, ThunDas zweite Emmentaler Eishallenprojekt, die Localnet-Arena in Burgdorf, ist seit Juli im Bau und wird im Oktober 2010 eröffnet. Sie kostet 21 Millionen Franken, 5 Millionen kommen aus dem Sportfonds. «Daran ändert sich nichts», erklärt Stadtschreiber Roman Schenk. Die Promotoren des Fussballstadions in Thun gehen davon aus, dass ihr Projekt unter altes Recht fällt. Sportfonds-Leiter Dominique Clémençon widerspricht: «Das Gesuch ist bis heute nicht vollständig eingereicht. Deshalb muss es nach der neuen Praxis behandelt werden.» Biels Stadtpräsident Hans Stöckli erklärt, dass die neue Praxis das Stade de Bienne kaum betreffen, werde. maz/cho/mik/azu>

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