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Kommts zum Duell Stöckli-Amstutz?

Wer wird anstelle von Simonetta Sommaruga (SP) den Kanton Bern im Ständerat vertreten? Die SP will den Sitz verteidigen. Doch auch SVP, FDP und die Grünen wollen zum Kampf antreten. Die Ersatzwahl findet am 13.Februar statt.

Zentral ist die Frage: Wer wird anstelle der in den Bundesrat gewählten Simonetta Sommaruga (SP) in den Ständerat gewählt? Die SP wolle den 2003 von Sommaruga in der kleinen Kammer eroberten Sitz verteidigen, betont Roland Näf, Präsident der SP Kanton Bern. Mit bestens ausgewiesenen Persönlichkeiten habe die Parteileitung bereits Gespräche geführt, sagte Näf auf Anfrage. Dies bestätigt der Bieler Stadtpräsident und Nationalrat Hans Stöckli. Er, der bereits Mitte Juli gegenüber dieser Zeitung sagte, «ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das Ständeratsmandat interessiere mich nicht», zeigt noch immer Interesse. Definitiv entschieden hat er sich aber noch nicht. Dies soll Ende Oktober der Fall sein. Gleiches trifft auf Regierungsrätin Barbara Egger zu. Sie werde sich eine Kandidatur «in den nächsten Wochen überlegen», liess Egger gestern per Medienmitteilung verlauten. Amstutz oder Joder? Sollte Barbara Egger kandidieren, würde dies SP-Präsident Roland Näf etwas Sorgen bereiten: «Das Risiko, dass nach dem Ausscheiden von Egger Rot-Grün im Regierungsrat die Mehrheit verliert, wäre erheblich.» Interesse am SP-Sitz im Ständerat hätte auch Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Jedoch nur, wenn er Stadtoberhaupt bleiben könnte. Doch just dieses Doppelmandat lässt die SP der Stadt Bern nicht zu. «Wenn ein Rücktritt der Preis ist, kommt für mich das Ständeratsmandat nicht in Frage. Die Stadt Bern liegt mir zu sehr am Herzen», erklärte Tschäppät. Klar ist für den Präsidenten der Grünen Kanton Bern, Blaise Kropf, dass SP und Grüne gemeinsam in den Kampf ziehen müssen, um Sommarugas Ständeratssitz verteidigen zu können. Die Angriffe von SVP und FDP abzuwehren, sei eine grosse Herausforderung. Eine gewichtige grün-rote Kandidatur wäre nötig, sollte Nationalrat Adrian Amstutz antreten. «Wenn mich meine Partei als Ständeratskandidat nominiert, stehe ich zur Verfügung», sagte der Vizepräsident der SVP Schweiz gestern auf Anfrage. Selbst SVP-Kantonalpräsident und Nationalrat Rudolf Joder schliesst eine Kandidatur für die Ersatzwahl nicht mehr aus. FDP mit Markwalder? Ein Thema ist die Ständeratsersatzwahl ebenso für die bernische FDP. Am 3.November sollen die FDP-Delegierten eine Kandidatin oder einen Kandidaten wählen. Mitte Juli hatte Na-tionalrätin Christa Markwalder eine Kandidatur nicht ausgeschlossen. Urs Egli >

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