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Kritik an den Energiebetrieben

THUN Die Bau- und Wohngenossenschaft Thun moniert die Erhöhung der Grundgebühr durch die Energie Thun AG. Dies grenze an Wucher, wurde an der Generalversammlung festgehalten.

«Das grenzt an Wucher», schreibt Robert Romann, Präsident der Bau- und Wohngenossenschaft (BWG) Thun, in seinem Jahresbericht 2010. Angesprochen ist damit der Aufschlag der Grundgebühr für die Strom- und Erdgaslieferungen durch die Energie Thun AG. «Die Thuner Energiebetriebe nützten dabei ihre derzeitige Monopolstellung aus», zeigte sich der Präsident an der Generalversammlung der zweitgrössten Thuner Baugenossenschaft überzeugt. So betrage die Erhöhung in der Überbauung Lindenweg 2236 Prozent. Oder in Franken ausgedrückt von jährlich 240 Franken auf neu 5608 Franken. Noch weit krasser sei die Erhöhung der Grundgebühr in der Überbauung Martinsstrasse. Dort muss die Genossenschaft einen Aufschlag von 240 Franken auf neu 9300 Franken hinnehmen. Wie Robert Romann in seinem Jahresbericht weiter ausführte, begründe die Energie Thun AG diesen Schritt damit, dass die Baugenossenschaft bislang aus unerklärlichen Gründen für die Grundgebühr einen Spezialpreis bezahlt habe und neu den Preis für Grosskunden entrichten müsse. «Der Thuner Gemeinderat und die Verantwortlichen der Energie Thun AG verkennen damit Sinn und Zecke der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften», sagte Robert Romann. Die BWG-Verwaltung habe sich deshalb bei der neuen Vorsteherin der Energie Thun AG, Gemeinderätin Marianne Dummermuth, schriftlich beschwert. «Ein erstes persönliches Gespräch brachte noch kein akzeptables Ergebnis», erläuterte der Präsident. «Vermutlich müssen wir die neuen Bedingungen wohl oder übel akzeptieren.» Was für die Mieter eine Erhöhung der Nebenkosten um rund 15 Prozent bedeuten würde. Eine Million für Unterhalt Die Bau- und Wohngenossenschaft Thun hat im Jahr 2010 rund 1,05 Millionen Franken für den Unterhalt der Liegenschaften aufgewendet. So wurden zum Beispiel etwa Heizöltanks saniert oder in der Überbauung Lindenweg eine Liftanlage ersetzt. Die Genossenschafter genehmigten Jahresbericht und -rechnung 2010 sowie den Voranschlag 2011 schliesslich diskussionslos. Die Rechnung 2010 weist einen Aufwand von 2,998 Millionen Franken und einen Gewinn von 800 Franken aus. Für das laufende Jahr sind Unterhaltsarbeiten von 1,384 Millionen Franken budgetiert.Stefan Kammermannwww.bwgthun.ch>

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