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Kunden sind immer noch verunsichert

LebensmittelNach den Ehec-Fällen in Norddeutschland spüren Schweizer Detailhändler nach wie vor eine Verunsicherung bei den Konsumenten. Die Gurkenverkäufe ziehen dank Aktionen wieder an. Gefragt ist lokales Gemüse.

Obwohl die Gurke den schwarzen Peter des Ehec-Überträgers inzwischen an die Sojasprosse abgegeben hat, bleibt die Lage der Gurkenproduzenten angespannt. Medien warnten Ende Mai vor Krankheitserregern in spanischen Salatgurken: Danach brachen die Verkaufszahlen europaweit ein. Eine leichte Verbesserung der Situation stellt die Schwab-Guillod AG in Müntschemier fest, die verschiedene Grossverteiler beliefert: «Seit einer Woche spüren wir dank Aktionen, dass Gurkenverkäufe anziehen», so Einkaufsleiter Mario Jungo. «Der Umsatz bei den Gurken brach um 50 Prozent ein», ergänzt er. Der Konsument habe nicht zwischen ausländischen und Schweizer Gurken unterschieden und einfach gar keine mehr gekauft. Erfolgreiche Gurken-Aktion Bei Coop haben sich die Gurkenverkäufe wieder normalisiert. «Dazu beigetragen hat gewiss auch unsere Gurkenaktion von letzter Woche, die wir zusammen mit dem Verband schweizerischer Gemüseproduzenten VSGP durchgeführt haben», sagt Coop-Mediensprecher Urs Meier. Mit dem Preisnachlass wollte Coop die Schweizer Gemüsebauern unterstützen. Dass der Verkauf der Sprossen weiterhin harzt, zeigte eine Umfrage dieser Zeitung bei Produzenten von Sojasprossen. Diese wollten sich allerdings gar nicht mit Namen zitieren lassen. Verunsicherung der Kunden Seit in Deutschland das Ehec-Virus ausgebrochen ist, sind Schweizer Konsumenten vorsichtig beim Einkaufen: «Wir haben in den letzten Wochen eine deutliche Verunsicherung der Kunden gespürt», sagt Monika Weibel, Sprecherin der Migros. Das Gleiche bestätigt Elle Steinbrecher, Mediensprecherin von Manor: «Das Personal wird in den Lebensmittelläden oft angesprochen, ob sie bei den Produkten keine Bedenken haben müssten», so Steinbrecher. Die Kunden würden verstärkt Ware aus einheimischer Produktion kaufen. Rahel Guggisberg>

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