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Lärmschutz wird billiger

StudenAuf der Autostrasse Lyss–Biel hat der Kanton neuartige Lärmschutzwände installiert. Es sind die ersten schweizweit.

Einfacher Aufbau, tiefere Kosten, rasch wieder demontierbar. Dies sind die Vorteile der neuen Lärmschutzwände, die in den letzten Tagen entlang der A6 bei Studen errichtet wurden. Die beiden Teilstücke von insgesamt 570 Metern sind eine schweizerische Novität. Denn sie sind nicht wie üblich verankert, sondern stehen auf dem Boden. Damit dauern die Arbeiten für die Installation deutlich weniger lang. «Ich bin stolz, dass wir so pfiffige Mitarbeiter im Tiefbauamt haben», lobte die kantonale Baudirektorin Barbara Egger-Jenzer, als die Lärmschutzwände gestern den Medien präsentiert wurden. Die Idee für die Neuheit stammt von Roger Montandon, stellvertretender Kreisoberingenieur Seeland/Jura. Entwickelt und hergestellt wurden die Wände von der Firma Creabeton in Lyss. Vorteil bei Unfällen Das neue Lärmschutzsystem ist eine Kombination von sogenannten Deltablocks, wie sie bei der Abtrennung von Fahrstreifen auf Autobahnen verwendet werden, und Lärmschutzelementen aus Beton mit schallabsorbierendem Belag. Das Gewicht von Blocks und Wänden fixiert sie auf dem Boden. Bei Unfällen können sie etwas nachgeben, wodurch ein Teil der Aufprallenergie absorbiert wird. Grosse Vorteile bieten die Elemente, weil sie in kürzester Zeit aufgestellt sind. «Der Aufbau von 570 Metern dauerte nur gerade fünf Tage, das ist ein Quantensprung», sagte Projektleiter Markus Rickli. In einigen Jahren wird der Bund voraussichtlich die Kantonsstrasse übernehmen. Sollten anschliessend Änderungen vorgenommen werden, könnten die neuen Lärmschutzwände problemlos demontiert werden. Der Kanton spart mit den neuen Lärmschutzwänden auch Geld: Das bisherige System kostet pro Quadratmeter 800 bis 1000 Franken, das jetzige ist um ein Viertel billiger. Bei einer totalen Wandlänge von 570 Metern in Studen werden so über 300000 Franken gespart. Herbert Rentsch>

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