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«Prosteten uns zu»

thunDie Ermittlungen zum Grossbrand am Malerweg in Thun sind noch im Gange. Doch das Gerücht erhärtet sich, dass ein Grill den Brand verursacht haben könnte. Die Polizei schweigt – noch.

Während Bauarbeiter den Schutt mit einem Kran in Containern wegräumen, laufen die Ermittlungen zum Brand am Malerweg in Thun auf Hochtouren. «Wir kommunizieren, wenn wir die Brandursache kennen», teilt die Kantonspolizei mit. Eventuell werde in der zweiten Hälfte der nächsten Woche eine Mitteilung verschickt. Auch Gerüchte, wonach möglicherweise ein Kurzschluss oder ein unbeaufsichtigter Grill den Brand verursacht haben könnte, werden nicht kommentiert. Grillparty in der Wohnung? Doch das Gerücht für die Grillthese wird durch Beobachtungen weiter erhärtet: «Mein Arbeitskollege und ich standen am Freitag um 19.30 Uhr auf dem Perron und blickten zum Gebäude hoch, da wir Rauch sahen und uns der Partylärm auffiel», sagt ein BLS-Lokführer, der von der Polizei ebenfalls befragt wurde und nicht mit Namen genannt werden will. «Gut ein halbes Dutzend Jugendliche im Alter von 18 bis 25 Jahren grillten in der Wohnung auf der Halbterrasse, grölten und prosteten uns in munterem Zustand aus dem Fenster lauthals zu», erzählt der Lokführer weiter. Er und sein Kollege hätten zueinander gesagt, das könne noch heiter werden. «Wir sahen den Rauch, den die Grillparty auslöste, und fuhren dann um 19.40 Uhr mit dem Zug in Richtung Heimberg ab, wo mein Kollege ausstieg.» Die Polizei erhalte laufend Hinweise von ähnlichen Beobachtungen. «Sie haben mich wissen lassen, dass sie immer noch am Ermitteln sind und via Medien orientieren werden», sagt der Lokführer. Sorgte die WG für Probleme? Laut anderweitigen Gerüchten hätten in der besagten Wohnung, der Dachwohnung im Haus Nummer 4, zwei junge Männer gewohnt, manchmal auch mehrere. Auf die Nachfrage bei der Eigentümerin dieses Hausteils, der Swiss Finance & Property in Zürich, ob sie in letzter Zeit Klagen und Reklamationen von anderen Bewohnerinnen und Bewohnern bezüglich der Wohngemeinschaft erhalten habe, äusserte sich die Firma nicht. «Wir geben keine Stellungnahme ab», sagt die Medienverantwortliche Raffaella Agosti. In der Nacht vom vergangenen Karfreitag auf Ostersamstag brannten im Haus «am Bahnhof» etliche Wohnungen aus. 18 Personen mussten evakuiert werden, verletzt wurde niemand (wir berichteten).Franziska Streun>

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