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Sonderangebote sollen die Wintersaison retten

TourismusDer starke

«Mir bereitet der starke Franken Sorgen. Die Gäste, die wir diesen Winter verlieren, sind nur schwer wieder in die Schweiz zurückzuholen», sagt Urs Kessler, der Chef der Jungfraubahnen. Darum sei es wichtig, die Touristen mit speziellen Angeboten in die Schweiz zu locken und bisherige Kunden zu halten. So bieten die Jungfraubahnen ab nächstem Freitag den Gästen mit Wohnsitz im Euroraum einen fixen Eurowechselkurs von 1.35 Franken an. Die Aktion dauert die ganze Saison und wird in Zusammenarbeit mit einigen Hotels durchgeführt. Bereits letztes Jahr lancierten die Jungfraubahnen erfolgreich dieselbe Aktion. Besonders intensiv werben die Jungfraubahnen bei den Reisebüros in England: Büros, die speziell die Jungfrauregion hervorheben, können den Kunden zu einem bezahlten Skipass den zweiten gratis abgeben. Zudem hat es laut Kessler während der Vor- und Nachsaison und im Januar für die gesamte Jungfrauregion ein Angebot «Zwei für eins», bei der diverse Hotels mithelfen. Das Angebot gilt für Schweizer und Ausländer: Wer zwei Übernachtungen bucht, bezahlt nur eine. Das Gleiche gilt auch für die Skipässe. Wieder konkurrenzfähiger Die Jungfraubahnen stehen mit ihren Aktionen stellvertretend für die meisten Tourismusbetriebe: Dass die Schweizer Hotels und Bergbahnen in einer unkomfortablen Lage sind, betonte gestern auch Jürg Schmid, Chef von Schweiz Tourismus, an einer Pressekonferenz in Zürich: «Diesen Winter bläst Schweizer Hoteliers und Bergbahnen ein frostiger Wind entgegen. Im Sommer blickten wir der Euro-Franken-Parität in die Augen. Das war erschreckend», so Schmid. Nun sei der tiefste Punkt überwunden. Die Schweiz sei dank der Untergrenze für den Euro-Franken-Kurs von 1.20 durch die Nationalbank wieder einigermassen konkurrenzfähig geworden. Momentan wirbt Schweiz Tourismus im EU-Raum für die preisgünstige Schweiz. Viele Einzelanbieter scheinen von Panik ergriffen zu sein. Sie schnüren eifrig Schnäppchenpakete, die die hohen Kosten für die Gäste aus dem Euroraum erträglicher machen sollen. Schweiz Tourismus schaltet die «besten Angebote» auf der Homepage auf. Wer bei der Kampagne mitmachen will, muss ein Angebot anbieten, das ab sofort gebucht werden kann. Zudem muss die Ersparnis mindestens 20 Prozent betragen. Mehrleistung statt Rabatte Die Strategie Mehrleistungen statt Rabatte scheint bisher anzukommen. Laut diversen Rückmeldungen von Hoteliers gab es bereits viele positive Reaktionen der Gäste auf die innovativen Ideen. Die Angebote sind durchaus verlockend: So gibt es zum Beispiel in der Lenzerheide pro Übernachtung und Person einen Skipass gratis. Oder im 5-Stern-Hotel Victoria Jungfrau in Interlaken übernachtet der Gast zwei Nächte für 497 statt 710 Franken. Zudem schenkt das Hotel einen Gutschein von 50 Franken pro Gast, der im Hotel eingelöst werden kann. «Wir hoffen, dass wir dank dem Mehrwert den Negativtrend bremsen können», sagt Jürg Schmid. Wenn die Branche einigermassen ungeschoren davonkomme, liege das an der nach wie vor soliden Inlandnachfrage. Natürlich haben Herr und Frau Schweizer dank den attraktiven Wechselkursen auch die Skigebiete im nahe gelegenen Ausland als Alternative entdeckt. «Doch die Schweizer sind ihren Wintersportorten oft treu. Sie können diesen Winter Ferien so günstig buchen wie noch nie», sagt Schmid.Rahel Guggisberg >

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