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Stiftung und Hotel mit grossen Investitionen

SaanenNeben der Kirche starten im April die umfassenden Umbauarbeiten des «alten Schulhauses», das der John F.

Seit 40 Jahren gehört die John F. Kennedy School in Saanen der Familie von William Lovell. Im zarten Alter von 23 Jahren ist der gebürtige Kanadier mit seiner Frau Sandy nach Saanen gekommen, um an der Privatschule von Familie Sicking zu unterrichten. Schon bald kaufte er die Schule und entwickelte sie weiter. Das letzte Wochenende feierte die John F. Kennedy Schule das 40- jährige Bestehen. Heute umfasst die Schule vier Gebäude, 85 Schüler (zwischen 5 und 14 Jahren), 11 Lehrer und 10 weitere Mitarbeiter. Die Nachfrage nach privaten Schulplätzen steigt. «Das Saanenland ist eine ‹Life Stile Destination›», erklärt William Lovell. «Heutzutage wechseln viele Familien den Wohnort von Genf oder Zürich ins Saanenland, denn sie wollen an einem schönen, qualitativ hochstehenden und mit einer guten Infrastruktur bestückten Ort wohnen.» Dies alles biete das Saanenland, meint Lovell. «Durch die modernen Kommunikationsmittel ist auch die Arbeit von zu Hause aus kein Thema mehr», ergänzt er. Der Flugplatz und der Anschluss am öffentlichen Verkehr begünstigten diese Lebensweise. Langer Weg Mit diesem Wissen hat die John F. Kennedy Stiftung, welche separat von der Schule geführt wird, im Jahr 2000 das «alte Schulhaus» in Saanen von der Gemeinde für einen Franken übernommen. «Obwohl der Betrag klein erscheint, ist es keineswegs ein Zuckerschlecken, ein solch altes Gebäude zu unterhalten», erklärt der charismatische Pädagoge. «Die Unterhaltskosten im fünfstelligen Bereich pro Jahr darf man nicht unterschätzen. Zusätzlich gehört das Land der Stiftung nur im Baurecht, somit fallen weitere Mietkosten an.» Nach 11 Jahren ist es der Stiftung nun gelungen, genug Geld zu sammeln, um das baufällige Haus zu renovieren. «Die Finanzierung ist hauptsächlich durch Angehörige der Schulkinder gesichert.» William Lovell schätzt besonders, dass das 5 Millionen- Franken-Projekt auch von der einheimischen Bevölkerung und der Gemeinde Saanen getragen wird. Ersatzneubau Spitzhorn «Wir sind seit Jahrzehnten mit dem Saanenland verbunden», siniert Hans-Peter Bissegger für das Saanenland. Er ist Leiter der Immobilien der Basler Versicherungen. Sie wiederum sind die Besitzer der Anlage rund ums Hotel Spitzhorn in Saanen. In den 1940er Jahren erbaut, diente die Anlage während des Krieges als Aufbewahrungsort für Kunstgegenstände. Zwischenzeitlich wurden die Gebäude umfunktioniert und erst als Ferienlager für Mitarbeiter und später als Hotelanlage betrieben. Nun sollen die in die Jahre gekommenen Chalets einem Ersatzbau weichen. Wiederum soll ein Hotel mit neu 50 Zimmern (bisher 30 Zimmer) gebaut werden. Zusätzlich ist eine Überbauung mit Residenzwohnungen geplant. Mit dem Verkauf der 17 Wohnungen will man den Bau des Hotels finanziell unterstützen. Noch einige Hürden Die Hotelbesitzer wollen die Zufahrtstrasse ab dem Spital Saanen zum Hotel und zur – in unmittelbare Nachbarschaft gelegenen – Jugendherberge erweitern. Diese Privatstrasse gehört der Weggenossenschaft Davidsmatte und ist zurzeit mit einem Fahrverbot für Busse belegt. Damit die künftig 100 Betten des Spitzhorns mit Bussen bedient werden können, stehe man in Verhandlung mit der Gemeinde. «Wir sind bestrebt, dass die Gemeinde die Strasse dieses Jahr übernehmen und ausbauen kann, im Gegenzug bauen wir den Buswendeplatz auf unserem Gelände», erklärt Hans-Peter Bissegger. Damit diese Verhandlungen abgeschlossen werden können, müssten sich die Weggenossenschaft und die Gemeinde, andererseits die Gemeinde und die Landeigentümer einig werden, welche Land für die Erweiterung der Strasse abtreten müssten. Hans-Peter Bissegger schaut optimistisch in die Zukunft: «Wir haben unser Umfeld gut informiert und hoffen, dass die Baubewilligung im Juni dieses Jahres vorliegt.» Der Baubeginn ist für den Frühling 2012 vorgesehen. Blanca Burri>

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