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Tankstellen-Shop kommt

Mehrere Einsprachen und der Widerstand vieler Leute halfen nichts: Niederbipp hat den Migrol-Tankstellenshop bewilligt.

Der Entscheid ist gefallen: Die Niederbipper Baukommission hat den im Dorf geplanten Tankstellenshop gutgeheissen – und die hängigen Einsprachen als «unbegründet» abgewiesen. Das Projekt, so erklärt Bauverwalter René Suter, sei in der Wohn- und Gewerbezone vorgesehen und folglich zonenkonform. «Es gab keinen Grund, es abzulehnen. Wir haben ja die Handels- und Gewerbefreiheit zu respektieren.» Sieben Tage offenDer Zürcher Mineralölkonzern Migrol AG will seine bestehende Tankstelle an der Buchlistrasse in Niederbipp mit einem Tankstellenshop erweitern. Der geplante Shop unter dem Namen «Migrolino» hat eine Verkaufsfläche von 120 Quadratmetern und führt Frischprodukte (Fleisch, Milch, Früchte). Der Laden soll sieben Tage die Woche geöffnet sein. Die Migrol investiert rund zwei Millionen Franken in den neuen Shop und will ihn in vier Monaten realisieren. Dem Neubauprojekt muss der bisherige Tankstellenpächter, Garagist Alois Stampfli, weichen. Einsprachen und Petition Nach Bekanntwerden der Migrol-Pläne hatte sich diesen Sommer massiver Widerstand gegen das Projekt formiert. Es kam zu neun Einsprachen und einer Petition: Die meisten Kritiker befürchteten mehr Lärm und Abfall (Littering) wegen des Shops. Für besonderes Aufsehen sorgte jedoch ein kleines Mädchen: Die neunjährige Alicia Oetterli schrieb einen Brief an den Mineralölkonzern: Weil der neue Tankstellenshop auf ihrem Spielplatz geplant ist, sei sie sehr enttäuscht: «Bitte, bitte, lassen Sies doch sein» Klein-Alicias Hoffnung Genützt hat all der Widerstand nichts. Die Einsprecher haben ihr Pulver allerdings noch nicht ganz verschossen: Sie können den Gemeindeentscheid innert 30 Tagen bei der Baudirektion des Kantons anfechten. Klein-Alicia indes hat sich mit dem neuen Shop abgefunden. «Ich bin traurig», meinte sie gestern auf Anfrage. «Hoffentlich wird der neue Laden wenigstens naturnah gebaut und einigermassen schön zum Anschauen.»Stefan Aerni>

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