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Waldbestattung kommt doch noch vors Volk

BeatenbergVon «Sterbetourismus» war an der Gemeindeversammlung Beatenberg die Rede – die Waldbestattung sorgt für den erwarteten Diskussionsstoff.

Ein deutsches Unternehmen hat in Beatenberg ein Waldstück erworben und streut dort in einer Oase der Ewigkeit die Asche Verstorbener aus (wir berichteten). Gemeindepräsident Christian Grossniklaus orientierte an der Gemeindeversammlung noch einmal ausgiebig. «Die Waldabteilung 1 Oberland Ost hat dieses Vorhaben genehmigt, und wir haben mit den Betreibern eine Vereinbarung zum Betrieb getroffen», so der Präsident. In der Diskussion wurde der Antrag gestellt, dass die Gemeindeversammlung über das Geschäft zu befinden haben sollte. Es war von «Sterbetourismus und herumliegenden Knochenteilen» die Rede und davon, dass Beatenberg einen schlechten Ruf erhalte. Aber der Gemeinderat und ein Hotelier wehrten sich vehement gegen diese Behauptungen. «Ich habe selber schon Angehörige beherbergt. Sie haben mir einen sehr friedlichen und besinnlichen Eindruck gemacht», wusste der Hotelier zu berichten. «Die Betreiber haben in Beatenberg eine Firma gegründet. Sie werden hier Steuern zahlen, und die Besucher bringen dem Gewerbe zusätzlichen Umsatz», argumentierte der Hotelier. Die Versammlung genehmigte einen Antrag, über den Waldfriedhof an der Herbstversammlung abzustimmen. «Aber es kann sich dabei nur um eine Konsultativabstimmung handeln, weil das Geschäft in die Kompetenz des Gemeinderates fällt», betonte Grossniklaus. Zurzeit sind noch zwei Beschwerden hängig. Neue Strassenlampen Nach dem Thema Waldbestattung beschäftigte sich die Versammlung mit dem Licht: Bis in drei Jahren dürfen für die Beleuchtung gemäss EU-Norm nur noch Quecksilberdampflampen einer bestimmten Energieeffizienzklasse verwendet werden. Davon sind nicht nur die Strassenlampen auf der Kantonsstrasse von Beatenberg, sondern auch 110 der 145 gemeindeeigenen Leuchten betroffen. Sie sollen gemäss Konzept der BKW FMB Energie AG saniert werden. «Die BKW schätzt die Kosten für die Aktion auf rund 200000 Franken», erklärte Urs Zimmermann, Vorsteher Infrastruktur und Betriebe. Für dieses Jahr ist eine erste Etappe mit Kosten von 25000 Franken vorgesehen. Sie kann aus eigenen Mittel finanziert werden. Der Kredit von 200000 Franken wurde genehmigt. Zum Einsatz sollen Natriumdampfhochdruck-Lampen kommen, die eine ausserordentlich hohe Lichtausbeute aufweisen. Die Lebensdauer beträgt rund 30000 Stunden. Von zehn bis fünf Uhr in der Nacht soll die Beleuchtungsstärke reduziert werden. Mit dieser Massnahme und den neuen Leuchten können Betriebskosten von jährlich rund 3500 Franken eingespart werden. Zehn Schülerinnen und Schüler haben Prüfungen in Englisch nach den Regeln der Universität Cambridge abgelegt und teilweise mit Auszeichnung bestanden. Für ihre Leistung wurden sie von Gemeinderat Andres Sieber geehrt.Ulrich Krummenacher>

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