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Warten auf Nieth und die Form

Der UHC Grünenmatt ist

Fünf Spiele, sechs Punkte – der Saisonstart des UHC Grünenmatt lässt sich wohl am idealsten mit dem Begriff «durchwachsen» umschreiben. War dem Team des tschechischen Trainers Tomas Trnavsky der Auftakt mit der Heimniederlage gegen Waldkirch St.Gallen missglückt, sorgten die Emmentaler etwa mit dem 8:7-Auswärtssieg bei Malans auch für positive Schlagzeilen. Die Probleme der «Mätteler» nach fünf Partien zu orten, ist kein einfaches Unterfangen. Hatten Sie in den ersten drei Spielen noch 21 Tore erzielt, aber auch deren 19 kassiert, harzte es zuletzt gegen Köniz und GC auch im Angriff. «Wir spielen teilweise etwas verkrampft und ohne Selbstvertrauen im Abschluss», sagte Trnavsky. Im sonntäglichen Vergleich mit den Grasshoppers war Grünenmatt keineswegs die schlechtere Equipe: Gemessen an den Tormöglichkeiten hätten die Emmentaler nach zwei Dritteln mit mindestens zwei Längen führen müssen. Die Konjunktivformulierung verrät: Es waren die Gäste, welche nach 40 Minuten in Front lagen (2:1). Deshalb konnten sich die Zürcher anschliessend auf das Konterspiel beschränken, derweil Grünenmatt sein Abwehrdispositiv vermehrt öffnen musste – folglich gelangen dem Gast vier weitere Treffer. «Wir hatten 20 bis 25 Tormöglichkeiten, erzielten aber gerade mal ein Tor», meinte Trnavsky. Augenfällig war am Sonntag, dass die Stürmer der «Mätteler» vor dem gegnerischen Tor selbst in aussichtsreichster Position stehend den Pass dem Schuss vorzogen. Positiv formuliert demonstrierten die Emmentaler quasi Uneigennützigkeit. Realistisch betrachtet war es jedoch vielmehr «ein ständiges Abschieben der Verantwortung», wie es Trnavsky formulierte. «Wir spielen viel zu kompliziert, zudem fehlt uns der direkte Zug aufs Tor.» Wettlauf mit der Zeit Der 36-jährige Trainer, der auch für die tschechische Nationalauswahl verantwortlich ist, dürfte registriert haben, dass sich seine WM-Kandidaten (Tomas Chrapek, Radek Sikora und Daniel Sebek) noch auf Formsuche befinden. Selbiges gilt bei Grünenmatt indes auch für ein Gros der restlichen Akteure. Der personifizierte Hoffnungsträger auf baldige Besserung sass beim Tabellenachten gegen GC im Sumiswalder Forum auf der Tribüne: Pascal Nieth. Der Torhüter hatte am guten Abschneiden des UHCG in der vergangenen Spielzeit massgeblichen Anteil und wurde zum besten Goalie der Saison 2009/2010 gewählt. Derzeit sind jedoch die Krücken ständige Begleiter des Baslers. Nach erfolgter Meniskus-Operation muss Nieth pausieren. Sein Stellvertreter zwischen den Pfosten, Thomas Frank, erreicht natürlich nicht die Performance des Nationaltorhüters. Es wäre aber falsch, die defensiven Mängel ausschliesslich mit der Rochade im Tor zu begründen. «Wir müssen hinten konzentrierter sein», forderte Trnavsky. Derweil hofft sein Stammgoalie, alsbald wieder ins Training zurückzukehren. «Ich möchte Ende Oktober wieder spielbereit sein», sagte Nieth. Diese Zielsetzung ist mit viel Optimismus verbunden, aber nachvollziehbar: Allzu gerne würde der 29-Jährige an der WM im Dezember dabei sein. Der Wettlauf mit der Zeit hat für Nieth begonnen – vorerst noch mit Krücken. Reto Kirchhofer >

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