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Wieso starben 5000 Forellen?

5000 Regenbogenforellen verendeten in der Fischzuchtanlage Kandersteg. Dies geschah bereits im

Bereits im vergangenen Juni starben in der kantonalen Fischzuchtanlage Kandersteg zirka 5000 zweijährige Regenbogenforellen. Dies führte zu einem Verlust von 2000 Kilogramm Fischen. Der Vorfall wurde weder vom kantonalen Fischereiinspektorat in Münsingen noch von der Kantonspolizei Bern kommuniziert. Auf der Website des Amtes für Landwirtschaft und Natur (Lanat) wurde der Vorfall indes in einer Mitteilung vermeldet. Nicht Stellung nehmen wollte gestern der zuständige kantonale Fischereiaufseher. Er verwies auf Christoph Küng, Leiter Fischereiwirtschaft, der gestern allerdings an einer Jagd beteiligt und für eine Stellungnahme darum nicht erreichbar war. «In der Angelegenheit um die 5000 verendeten Fische wurde natürlich ermittelt, jedoch bisher ohne Ergebnis. Das Verfahren ist allerdings noch nicht abgeschlossen», sagte Florie Marion, Sprecherin bei der Kantonspolizei Bern auf Anfrage. Da keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden habe, sei der Vorfall der Öffentlichkeit nicht kommuniziert worden. 50000 Franken Schaden Gemäss Internetmeldung des Lanat befanden sich die rund 5000 zweijährigen Tiere in zwei verbundenen Teichen. Sie waren für den Besatz der grossen Bergseen vorgesehen. Der gesamte Schaden wird auf zirka 50000 Franken geschätzt. Unter Anwesenheit des zuständigen Fischereiaufsehers starben die betroffenen Fische im vergangenen Juni innert zirka zwei Stunden. Trotz sofortigen Rettungsversuchen durch Versetzten der Forellen in benachbarte Hälterkasten, überlebten die betroffenen Fische aber nicht. Weiter steht in der Meldung des Lanat, dass eine Dritteinwirkung nicht ausgeschlossen werden konnte. Aus diesem Grund eröffnete die avisierte Spezialabteilung der Kantonspolizei noch am Tag des Vorfalls ein entsprechendes Ermittlungsverfahren. Betriebliche Faktoren wie Sauerstoffmangel, Futter oder sonstige Verunreinigungen könnten als Ursache ausgeschlossen werden. Fischgift nicht die Ursache Untersuchungen der entnommenen Wasserproben bezüglich klassischer Fischgifte oder Hinweise auf Pestizide und ähnliche Chemikalien hätten nicht nachgewiesen werden können. Diagnosen der nationalen Fischuntersuchungsstelle deuten auf akute Einwirkungen auf das Nervensystem der Fische und auf starke Blutstauungen im Herz-Kreislaufsystem hin, wie weiter im Bericht des Lanat steht. «Ebenfalls können infektiöse Erreger ausgeschlossen werden. Weiterführende Spezialuntersuchungen an Organproben der vergifteten Fische führten zu keinem Ergebnis», steht weiter im Bericht. Für den Bergseenbesatz wird das Fischereiinspektorat des Kantons Bern den Verlust der getöteten Besatzfische durch einen Zukauf von Regenbogenforellen einerseits und durch eine Erhöhung der geplanten Sai-blingsmenge andererseits teilweise kompensieren können.sf/pd >

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