13 wollen einen der sechs Sitze

Meiringen

13 Kandidaten für sechs Sitze: Die Wahlen vom 25. November versprechen Spannung. Die SP und die FDP wollen nicht nur ihre Sitze halten.

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Nathalie Günter@nathalieguenter

Meiringen kriegt am 25. November «richtige» Wahlen: Für die sechs Gemeinderatssitze haben die drei Parteien SP, SVP und FDP insgesamt 13 Kandidaten aufgestellt. «Mich freut das sehr, das ist ein gutes Zeichen», sagt Gemeindepräsident Roland Frutiger zur Ausgangslage.

Er selbst wurde – mangels Alternativvorschlägen – bereits in stiller Wahl für die nächste Legislatur bestätigt (wir berichteten). Es wird seine letzte Legislatur sein. Im Gemeinderat wird es mindestens drei neue Gesichter geben: Die Bisherigen Markus Winterberger (SP), Susanne Huggler und Jakob Otth (beide SVP) treten bekanntlich zurück.

SP: «So viel wie möglich»

Auf der Liste der SP Meiringen-Oberhasli stehen vier Kandidaten: Daniel Studer (bisher, kumuliert), Hermann Lüthi (neu, kumuliert), Jakob Kehrli (neu) und Hanspeter von Bergen (neu). «Wir wollen so viele Sitze wie möglich machen, aber sicher die zwei bisherigen halten», sagt Parteipräsident Roland Künzler. Ein Sitzgewinn würde Künzler nicht überraschen.

Die Sozialdemokraten haben mit Jakob Kehrli und Hanspeter von Bergen auch zwei jüngere Kandidaten im Köcher. «Es kommt bei diesen Wahlen auch darauf an, ob die jungen Bürger wählen gehen oder nicht.» Eher überraschend hat die SP keine weibliche Kandidatin aufgestellt. Künzler: «Wir haben mit vielen möglichen Kandidatinnen gesprochen, leider liess sich niemand aufstellen, was sehr schade ist.»

Verkehrsberuhigung sei eines der Hauptthemen, wofür sich die SP in der kommenden Legislatur einsetzen will. «Wir sind klar für eine 30er-Zone durchs Dorf», so Künzler. Ansonsten stehen eine «innovative Wirtschaft», «sinnvolle Arbeitsplätze» und eine «starke Bildung» zuoberst auf der Prioritätenliste.

SVP: «Ein hohes Ziel»

«Grundsätzlich möchten wir versuchen, die drei bisherigen Sitze zu verteidigen», sagt Thomas Dummermuth, Präsident der SVP Oberhasli und einzig verbleibender Gemeinderat seiner Partei. «Es ist uns bewusst, dass dies ein hohes Ziel ist.» Um dieses Ziel zu erreichen, tritt die Volkspartei neben Dummermuth (kumuliert) mit Barbara Santschi-Wirz (neu, kumuliert), Christian Jossi (neu) und Bruno Rufibach (neu) an.

Dummermuth: «Wir haben eine ausgewogene und gute Liste und hoffen, so die drei Sitze zu verteidigen.» Man habe, wie bei der SP auch, mit vielen Frauen das Gespräch gesucht. Weshalb lassen sich so wenig Frauen aufstellen? «Schwierige Frage», findet Dummermuth, «wir haben mit vielen das Gespräch gesucht und konnten am Ende Barbara Santschi gewinnen.»

Die SVP wolle in der Gemeinde eine bürgerliche Politik vertreten. Die grösseren Projekte wie etwa die Gestaltung Bahnhofplatz oder die Verkehrsberuhigung seien im Rat zu diskutieren und der Basis vorzulegen. «Am Ende muss immer das Volk entscheiden», so Dummermuth.

FDP: «Chancen sind intakt»

Anton Hayoz, Präsident FDP Meiringen, formuliert das ambitionierte Ziel seiner Partei: «Wir wollen einen Sitz dazugewinnen und in der nächsten Legislatur mit zwei Sitzen im Gemeinderat vertreten sein.» Das wollen die Freisinnigen mit dem bisherigen Gemeinderat Andreas Winterberger und den vier neuen Kandidaten Jana Marggi, Stefan Abplanalp, Thierry Ueltschi und Anton Hayoz selbst schaffen.

«Die Chancen sind intakt», sagt Hayoz, «wir bieten den Wählern eine Auswahl über alle Altersgruppen.» Mit Stefan Abplanalp hat die FDP einen prominenten Namen auf der Liste. Mindestens so wichtig sei laut Hayoz, dass auch die anderen FDP-Kandidaten «in Meiringen selbst ebenso bekannt sind durch ihre bisherigen Tätigkeiten».

Mit Jana Marggi stellt die FDP die einzige junge weibliche Kandidatin. «Wir haben eine recht grosse Anzahl Frauen für eine Kandidatur angefragt», so Hayoz. Absagegründe seien die Familie oder der Wiedereinstieg in den Beruf gewesen. Hayoz: «Persönlich habe ich den Eindruck, dass viele Frauen sich zu wenig zutrauen. Sie könnten das ebenso gut wie Männer.»

Bezüglich der vielen aufgegleisten Projekte werde sich zeigen, was sich im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten in den nächsten vier Jahren realisieren lasse, so Hayoz.

Die weiteren Ortsparteien BDP Interlaken-Oberhasli, EVP Meiringen und Forum Meiringen verzichteten auf Kandidaturen. Das Meiringer Stimmvolk hat am 25. November an der Urne somit die Wahl zwischen 13 Kandidaten aus drei Parteien.

Berner Oberländer

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