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13-Jährige und 14-Jähriger werden im April Eltern

hindelbankEine 13-Jährige Schülerin am Oberstufenzentrum ist schwanger, der Vater geht in die gleiche Schule und ist nur ein Jahr älter.

Sie ist 13 Jahre, er gerade mal 14 Jahre alt. Die Siebtklässlerin aus Hettiswil und der Achtklässler aus Krauchthal besuchen beide das Oberstufenzentrum in Hindelbank. Ab diesem Frühling wird für die beiden Teenager nichts mehr so sein, wie es war: Sie werden Eltern. Im April soll das Baby zur Welt kommen. Die Schwangerschaft wurde erst entdeckt, als das Mädchen bereits im fünften Monat war. Eine Abtreibung kam zu diesem Zeitpunkt nicht mehr infrage, wie ein Kollege des Kindsvaters gegenüber der Pendlerzeitung 20 Minuten sagte. Sie machte den Fall gestern publik. «Der werdende Vater nimmt es relativ gelassen», so der Kollege weiter, «was bleibt ihm anderes übrig?» Die 13- und der 14-Jährige seien noch ein Paar. Ob sich die werdende Mutter auf das Kind freue, wisse er dagegen nicht. Vor anderthalb Monaten wurden erst Schulleitung und dann die Kameraden in der Schule informiert. In der Folge wurde die Schwangerschaft auf dem Pausenplatz zum grossen Thema. Die Neuigkeit machte in Hindelbank und Krauchthal rasch die Runde, wurde zum Dorfgespräch. Verschiedene Anfragen Gestern wollten sich die zuständigen Behörden zur Schwangerschaft des Teenagers nicht mehr gross äussern. Ihnen war es wichtig, die Privatsphäre der Betroffenen zu schützen. Die Vormundschaftsbehörde verwies auf das Amtsgeheimnis. Dieses sei in Fällen wie diesem von besonderer Bedeutung, schrieb sie gestern Mittag in einem Communiqué. «Solche Ereignisse können für Kinder und Jugendliche, welche die üblichen heiklen Phasen der Pubertät durchleben, extreme Krisen sein. Sie benötigen daher besondere Unterstützung und Schutz.» Die Schulleitung des Oberstufenzentrums ihrerseits sah sich gestern mit diversen Medienanfragen konfrontiert. Sie rief eine Sondersitzung ein und diskutierte das weitere Vorgehen intensiv. «Wir sind beinahe belagert worden», sagte Schulleiterin Barbara Fuhrer am Telefon. Weitere Fragen wollten sie und ihr Leiterkollege Jean-Daniel Sutter nur schriftlich beantworten. Die E-Mail, die Stunden später eintraf, fiel allerdings recht dürr aus. Weil der Schutz und der beiden Minderjährigen im Vordergrund stehen müsse – «wir werden unseren Beitrag leisten, damit die zwei weiterhin in einem geordneten Rahmen ihre restliche Schulzeit angehen können.» Thema Nummer eins Mittlerweile wissen auch die Gemeinderäte in Krauchthal und Hindelbank über die Schwangerschaft Bescheid. «Bei uns war sie eine Zeitlang Thema Nummer eins, die Sache hat die Leute arg beschäftigt», erklärte Krauchthals Gemeindepräsident Claude B. Sonnen auf Anfrage. «Als Behörden sind wir seien zwar nicht direkt betroffen, als Dorf aber schon.» Nadja Noldin>

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