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2010: Feuerwehren 217-mal alarmiert

Frutigen/NiedersimmentalIm Verwaltungskreis des

«Für die Gebäudeversicherung GVB war 2010 mit Feuerschäden in Höhe von 58,8 Millionen Franken zwar ein durchschnittliches Jahr», informierte Regierungsstatthalter Christian Rubin seine Feuerwehrkommandanten am Rapport in Oberwil. «Vier der grösseren Ereignisse stammten aber aus unserem Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental.» Das waren: der Brand der Zuckerweidli-Hütte, 1440 Meter über Meer auf Gemeindegebiet von Adelboden (11.September), der ein Todesopfer forderte. Der Totalschaden an einem Mehrfamilienhaus ihn Aeschi (16.März). Die Zerstörung der Güggelifarm (8.Dezember) in Oberwil sowie der Bauernhausbrand in Faltschen (10.Dezember). «Die bei diesen Ereignissen im Einsatz stehenden Wehrdienstangehörigen machten Bekanntschaft mit diversen zusätzlichen Spezialisten, die jeweils ihr ganz spezifisches Segment bearbeiteten», informierte Christian Rubin. «Koordination war aber auch bei der Zusammenarbeit mit benachbarten Wehren gefragt. Und durch die frühe Alarmierung des Stützpunktes Spiez konnte zum Beispiel in Faltschen ein noch grösserer Schaden vermieden werden.» Total 59 Fehlalarme Die 16 Gemeinde- und Betriebsfeuerwehren des Kreises verzeichneten insgesamt 217 Alarmierungen. Dazu zählten auch 59 Fehlalarme, die hauptsächlich aus Spiez (37), Adelboden (11) und Frutigen (7) stammten. Der Kreisfeuerwehrinspektor Hans Fuhrer animierte am Rapport die Kommandanten dazu, im Bedarfsfall Geräte wie die Autodrehleiter oder Grosslüfter anzufordern. «Durch deren Einsatz können Schäden oft vermindert werden. Zudem möchte ich allen die Rauchwarnmelder-Kampagne der BVG in Erinnerung rufen. Mit diesen simplen und doch wertvollen Geräten werden Bewohner beim Auftreten des tödlichen Rauchs gewarnt. Auch wird durch den frühen Alarm Zeit gewonnen.» Fuhrer ging in der Folge auch auf die Zusammenarbeit des Stützpunktes mit den Dorfwehren, die bei Verkehrsunfällen oft die Verkehrsregelung und -umleitung übernehmen, ein. Am Rapport kam nebst den bisherigen Experten Hanspeter Thierstein (Atemschutz) und Thomas Dummermuth (Motorspritzen/TLF) auch der neu gewählte Fachexperte Elementarereignisse, Stefan Marti aus Spiez, zu Wort. Er informierte über die Informationsplattform Naturgefahren GIN. In Oberwil wurde den Kommandanten zudem ein Alarmdossier abgegeben. «In den Gemeinden liegt die Alarmierungsverantwortung bei den Feuerwehrkommandanten. Das Dossier dient aber auch dazu, einen Informationsgleichstand mit den Behörden und dem Zivilschutz zu erreichen.» Miteinander den Weg finden Waren im Kanton Bern 1995 rund 35000 Feuerwehrleute in 400 Wehren tätig, sind es jetzt in noch 225 Feuerwehren deren 17600. «Auch in unseren beiden Tälern gibt es noch Reduktionspotenzial», erklärte Christian Rubin dazu. Unter Berücksichtigung der Distanzen sei mit geschickten Zusammenarbeitsformen noch etwas machbar. «Das muss aber geistig wachsen, und wir müssen miteinander den richtigen Weg finden.» Wegen Personalmangel ist im letzten Jahr die Betriebswehr der Creabeton aufgelöst worden. Vier Kommandanten wurden in Oberwil an der auf den Rapport folgenden Delegiertenversammlung (siehe Text rechts) verabschiedet. Peter Rothacherwww.rauch-signal.ch>

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