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225 manipulierte Bancomaten

BetrugCyberkriminelle weiten ihre Aktivitäten immer mehr aus: Die Angriffe verlagern sich weg von den Banken hin zu Systemen, die weniger gut gesichert sind.

Betrugsfälle mit manipulierten Bancomaten haben dieses Jahr stark zugenommen. Wie aus dem neusten Halbjahresbericht der Melde- und Analysestelle Informationssicherung der Eidgenossenschaft (Melani) hervorgeht, wurden von Januar bis April 2011 in der Schweiz 225 manipulierte Geldautomaten gezählt. Im gesamten letzten Jahr waren es nur 135 gewesen. Die Täter versuchen dabei, mit speziellen Vorrichtungen den Magnetstreifen von Kredit- und Debitkarten zu kopieren und den PIN-Code mit Kameras oder anderen Installationen auszuspähen. Mit den Daten werden dann Kartenkopien erstellt, mit denen im Ausland – vornehmlich in Ländern mit veralteter Kartentechnologie wie etwa den USA, Russland, Südafrika – Bargeld bezogen wird. Auch Detailhändler im Visier Ins Visier der Täter, die vornehmlich aus Bulgarien und Rumänien stammen, gerieten dabei immer mehr nicht nur Geldautomaten, sondern vermehrt SBB-Billettautomaten sowie Zahlungsgeräte bei Detailhändlern. Die Täter hätten sich offenbar über Nacht in den betroffenen Filialen einschliessen lassen, um ihre Aushorchvorrichtungen an den Bezahlterminals anzubringen. Um Skimming einen Riegel zu schieben, haben die Kartenanbieter vorgeschlagen, dass Karteninhaber künftig die Nutzung ihrer Karte in gewissen Ländern unterbinden können sollen. Der einfachste Schutz vor Skimming ist laut Melani jedoch, Geldautomaten vor dem Gebrauch auf merkwürdige Anbauten, Erhebungen oder wacklige Bauteile zu untersuchen. Zudem sollte die Eingabe des PIN-Codes mit der Hand verdeckt werden, damit sie nicht gefilmt werden kann. Ausweichen auf neue Systeme Die kriminellen Gruppierungen weichen auch in anderen Geschäftsfeldern auf weniger gut geschützte Systeme aus. Dies zeigte sich Anfang Jahr auch bei den Angriffen auf das europäische Emissionshandelssystem. Mitte Januar musste die EU-Kommission den Handel mit Emissionsgutschriften wegen Angriffen aus dem Cyberspace EU-weit aussetzen lassen. Tätern war es gelungen, Verschmutzungsrechte im Wert von 28 Millionen Euro unrechtmässig zu transferieren.sda>

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