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2500 sahen mordende Fulehüng

2500 Zuschauer besuchten das Stück «Tatort Thun – Dr Fall Fulehung» der Schlossspiele Thun; jeder Abend war ausverkauft. Trotzdem: 2011 macht der Verein Pause. 2012 gehts weiter mit «Romeo und

«Das war ein rundum gelungener Theatersommer», freut sich Annemarie Voss. Die Präsidentin des Vereins Schlossspiele Thun kann in der Tat zufrieden sein: Die 22 regulären Vorstellungen der abgelaufenen Spielzeit waren ebenso restlos ausverkauft wie die beiden Zusatzvorstellungen und die Vorpremiere. Insgesamt 2500 Zuschauer haben «Tatort Thun – Dr Fall Fulehung» zwischen dem 2. August und dem 11. September gesehen. «Und wir hätten problemlos noch zwei weitere Vorstellungen spielen können, wenn alleine die Nachfrage entscheidend gewesen wäre», sagt Annemarie Voss. «Doch wir wollten das Ensemble nicht überbelasten», erklärt sie. «Wir sind an die Grenze gestossen, die man mit einem Laienensemble nicht überschreiten sollte.» «Ensemble harmonierte» Ueli Bichsel, der das Stück geschrieben hatte und Regie führte, windet der Schlossspiel-Truppe ein Kränzchen: «Das Ensemble harmonierte sehr gut, es gab nie ein böses Wort.» Die Schauspieler hätten sowohl bei den Proben, als auch bei den Aufführungen «einwandfreie Arbeit» geleistet. «Sie spielten mit Lust und mit Freude – und waren so zu Höchstleistungen fähig», lobt Regisseur Bichsel. Neben der künstlerischen Bilanz fällt dank der ausnahmslos ausverkauften Vorstellungen auch die wirtschaftliche Bilanz positiv aus. «Es ist uns vielleicht sogar möglich, der Produktionsleitung gewisse Aufwendungen zu entschädigen», sagt Annemarie Voss – und fügt an: «Ganz bestimmt werden wir die Defizitgarantie von 7000 Franken, welche die Stadt Thun uns zugesichert hatte, nicht in Anspruch nehmen.» Im Gegenteil: Vielleicht könnte sogar noch etwas Geld zur Absicherung kommender Spielzeiten zurück gelegt werden, sagt die Vereinspräsidentin. 2011 keine Aufführung Im nächsten Sommer legen die Schlossspiele Thun jedoch eine Pause ein. «Eine Produktion in dieser Grössenordnung ist insbesondere für die Crew im Hintergrund praktisch ein Ganzjahresjob», sagt Annemarie Voss. «Deshalb haben wir uns entschieden, 2011 eine Pause einzulegen.» Es sei möglich, dass die Schlossspiele künftig nur noch alle zwei Jahre stattfinden. «Entschieden ist aber noch gar nichts», betont die Vereinspräsidentin. Doch sie macht keinen Hehl daraus, dass sie es gerne sehen würde, wenn sich einige der Macher der zahlreichen Sommer-Events in der Innenstadt dazu entschliessen könnten, ihren Anlass nur noch alle zwei Jahre durchzuführen. «Wenn das Programm nicht jeden Sommer so vollgepackt wäre, würden bestimmt alle gewinnen», ist Voss überzeugt. 2012 ein Keller-Klassiker Für 2012 planen die Schlossspiele Thun die Aufführung von Gottfried Kellers «Romeo und Julia auf dem Dorfe» auf dem Thuner Schlossberg mit Regisseur Alexander Muheim. Einzig, wo genau gespielt wird, ist heute noch nicht klar. «Weil wir nicht mehr im Schlosshof selber spielen dürfen, stehen der Gefängnishof oder der Platz vor der Schlosskirche als Spielorte zur Diskussion.» Derweil macht sich der Autor von «Tatort Thun – Dr Fall Fulehung» ebenfalls Gedanken über die Zukunft. Mit dem offenen Schluss des Stücks – es wird nie schlüssig aufgeklärt, wer sich für seine Morde hinter den Fulehung-Masken versteckt – drängt sich eine Fortsetzung fast auf. «Ich habe mir tatsächlich schon einige Gedanken in diese Richtung gemacht», sagt Ueli Bichsel, «und die Chancen stehen gut, dass die eine oder andere Figur in einem nächsten Krimi von mir wieder auftaucht.» Marco Zysset •www.schlossspielethun.ch>

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