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45 Jahre lang Freude an der Arbeit

LeissigenDer Briefträger Theodor Amacker stellt heute Samstag zum letzten Mal die Post zu. Dies nach 45 Dienstjahren.

«Ich höre zu diesem Zeitpunkt gerne auf, weil ich immer noch Freude an der Arbeit habe. Von jetzt an würde es aber langsam etwas harzen», sagt Theodor Amacker (62), seit 1973 Briefträger in Leissigen. Heute Samstag stellt der beliebte Pöstler zum letzten Male in Leissigen Postsendungen zu. Mit 62 Jahren und bei guter Gesundheit räumt der gebürtige Walliser nun seinen Arbeitsplatz für die jüngere Generation. «1966 verliess ich meine Heimat im Wallis und begann meine Laufbahn bei der Sihlpost in Zürich», erzählt Amacker. Vom Land direkt in die Grossstadt – einfach sei das zuerst nicht gewesen. «Ich konnte anfangs noch nicht einmal Velo fahren», erinnert sich Amacker mit einem Lächeln an die aufregende Anfangszeit seiner Karriere. In den 45 Arbeitsjahren sei er dann relativ gemütlich vorwärtsgekommen. «Es waren ruhigere Zeiten früher», findet Theodor Amacker. Anfangs vertrug er die Post in Leissigen mit dem Velo und Handwagen, später dann bis heute mit dem Töffli. «Aggressive Hunde gab es mitunter schon, aber ich bin nie ernsthaft gebissen worden», sagt der Briefträger. Die Kollegialität im Team habe er sehr genossen und auch den Vorteil, mittags jeweils zu Hause essen zu können. Seit etwa vier Jahren müsse jedoch jede Arbeitsminute mit dem Scanner erfasst werden, berichtete Amacker, was ihm weniger zusage. Die Briefpost sei in den letzten zwei bis drei Jahren um etwa drei Prozent zurückgegangen und falle tendenziell noch weiter ab. «Bei der Post dreht sich alles um immer mehr Einsparungen in jeder Hinsicht», bedauert Amacker. Zukunftspläne Theodor Amacker, Vater eines Sohnes und einer Tochter, freut sich aufs Altersturnen, Skifahren mit dem Sohn, auf das Schneeschuhlaufen mit seiner Frau Rosmarie und auf gemütliche Fernsehabende. Er wolle zuerst einmal in Ruhe überlegen und dann spontan entscheiden, was er noch anpacken könnte. «Ich habe immer das Gefühl, dass mir noch ein paar verrückte Ideen einfallen werden», sagt Theodor Amacker mit Vorfreude auf die kommende Zeit. Monika Hartig>

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