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5 Millionen für Bienen

Uni BernDen Bienen kommt zugut, dass die Bieler Rolex-Erbin Franziska Borer Winzenried von den «unscheinbaren Viechlein» faszieniert ist. Ihr Stiftung finanziert an der Uni Bern eine Professur für Bienengesundheit.

Die Bieler Stiftung Vinetum stellt der Universität Bern 5 Millionen Franken zur Verfügung. Damit soll die Uni an der Vetsuisse-Fakultät eine Professur für Bienengesundheit errichten. Die Uni wird den Posten in den nächsten Tagen ausschreiben, die Professur wird auf zunächst 10 Jahre ausgelegt. «Die Professur wird die Grundlagen schaffen für dringend notwendige Massnahmen zur Förderung der Honigbienen», erklärt Vetsuisse-Dekan Andreas Zurbriggen laut einer Mitteilung der Uni Bern. Und Uni-Rektor Urs Würgler freut sich darüber, dass sich die Uni mit der neuen Professur «ein Alleinstellungsmerkmal» sichern und auf internationalem Parkett profilieren könne. «Unscheinbares Viechlein» Die Professur für Bienengesundheit wird sowohl mit der philosophisch-naturwissenschaftlichen Fakultät zusammenarbeiten als auch mit dem eidgenössischen Zentrum für Bienenforschung der Forschungsanstalt Agroscope. Ziel der Professur sei es, die vielfältigen Ursachen des Bienensterbens zu klären. Hinter der Stiftung, die mit ihrem 5-Millionen-Beitrag «eine bedeutende Lücke» schliesse in der Bienenforschung, steht als Stiftungsratspräsidentin die Bieler Rolex-Erbin Franziska Borer Winzenried. Ihr Vater Harry Borer war Inhaber der Rolex-Uhrenmanufaktur in Biel, bevor diese 2004 für 2,5 Milliarden Franken an Rolex Genf verkauft wurde. Harry Borer gründete 1986 die Vinetum-Stiftung, die Projekte in den Bereichen Soziales und Kultur fördert. Die Errichtung einer Professur für Bienengesundheit entspreche zweifellos einem sozialen Bedürfnis, sagt Franziska Borer Winzenried. «Es könnte jeden von uns beeinträchtigen, wenn die Bienen die Nutz- und Wildpflanzen nicht mehr bestäuben würden», sagt sie. Sie finde es «faszinierend», welche Konsequenzen das Wirken «dieser kleinen, unscheinbaren Viechlein» hat. Bienenpopulation ist bedroht Laut einem Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep), der im März publiziert wurde, ging die Bienenpopulation in Europa und den USA in den vergangenen Jahren um 10 bis 30 Prozent zurück, im Nahen Osten gar um 85 Prozent. Weiter sagte Unep-Direktor Achim Steiner damals: «Von den 100 Nutzpflanzen, die 90 Prozent der Nahrungsmittel weltweit beisteuern, werden mehr als 70 durch Bienen bestäubt.» Susanne Graf>

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