69 Tage Endspurt am Niesen

Mülenen

Bis zu 30 Profis arbeiten täglich auf dem Niesen, damit das erweiterte Berggasthaus zum Saisonstart die ersten Gäste empfangen kann.

Die Arbeiten im Berghaus auf dem Niesen gehen in die entscheidende Phase. Fotos: PD Noch bestimmen Schnee und Steine die Szenerie beim Berghaus.

Die Arbeiten im Berghaus auf dem Niesen gehen in die entscheidende Phase. Fotos: PD Noch bestimmen Schnee und Steine die Szenerie beim Berghaus.

«Wir stehen an der Schwelle zwischen Winter und Frühling», sagte gestern Niesenbahn-Geschäftsführer Urs Wohler in Spiez vor den Medien. Dank 25 bis 30 Fachleuten verschiedenster regionaler Betriebe, die täglich auf den Niesen fahren, sei der Um- und Erweiterungsbau zeitlich auf Kurs, damit Bahn und Berggasthaus am 10. Mai die 110. Saison eröffnen können.

Die Bauarbeiten dauern bis an Ostern. Die Wochen bis zur Eröffnung sind für Putz- und Einrichtungsarbeiten vorgesehen: für die Inbetriebnahme der Geräte, für Schulungen, Warenanlieferungen und verschiedene «Testanlässe». Am Montag, 6. Mai, folgt der Kick-off mit den Mitarbeitern der Saison 2019, die bis zum 10. November dauert.

Anfang des Jahres wurden im erweiterten Pavillon die Kühl- und Akustikdecke montiert und im Bereich Kiosk/Büro/Réception statische Verstärkungen angebracht, im Technikraum die Installationen und Anschlüsse montiert, das Dachgeschoss von 1856 isoliert, neue Garderoben eingerichtet und die Toiletten für die Montage vorbereitet.

Mitte Februar begann die Montage der modernisierten Küche samt Buffet und Lager. Mit den aus eigenen Mitteln finanzierten 6,5 Millionen Franken für Um- und Ausbauten schafft die Niesenbahn im Berggasthaus nebst den betrieblichen und technischen Erneuerungen bis 70 zusätzliche Innenplätze, Räume für geschlossene Anlässe und drei zusätzliche Gästezimmer.

Knochenarbeit war angesagt

Zur Sicherheit der Bauarbeiter und der Niesenbahn-Mitarbeiter mussten Mitte Januar Oberländer Spezialisten am Gipfelhang zwischen Bergstation Niesen Kulm und Berghaus eine Oberflächenschicht und im Bereich der Hangkrone die Triebschneeansammlungen sprengen.

Um die Fahrt der Bahn aufrechterhalten zu können, war für das Niesenbahn-Team anstrengendes Schneeräumen auf der Strecke angesagt. Konkret musste das Trassee zwischen den Schienen schneefrei sein, um Schäden an der technischen Anlage zu vermeiden.

Vieles für jeden Geschmack

Neben den vielfältigen kulinarischen Angeboten erwähnte Cristina Dähler, Leiterin Marketing und Verkauf, aus dem bevorstehenden 14. Kultursommer auf dem Niesen unter anderem den Thuner Bluesmusiker Philipp Fankhauser mit seinem Auftritt «Solo + 1» am 23. Mai. Am 1. Juni sorgt die «einzigartige klassische Kleinformation des Symphonischen Blasorchesters des Schweizer Armeespiels für eine exklusive Überraschung», so Cristina Dähler.

Der aus Frutigen stammende Singer und Songwriter Nils Burri und die Berner Schlangenfrau Nina Burri seien zwar weder verwandt noch liiert, doch gastieren sie am 25. Juli auf dem Niesen gemeinsam. Die Bieler Mundartsängerin Brigitte Marolf, der Berner Autor Walter Däpp mit dem Bluesmusiker Ronny Kummer, der «charismatische Fussballtrainer» Hanspeter Latour und der Bündner Kabarettist Flurin Caviezel runden das kulturelle Programm ab.

Fortgeführt, weil beliebt, werden die Geschichtenfahrten für Erwachsene «Wildtiere am Niesen» mit Peter Juesy, ehemaliger Jagdinspektor, die Geschichtenfahrten für Kinder «Magischer Mühlstein und Niesenfuchs» und individuelle Führungen für Gruppen und Schulen in den technischen Bereichen der Niesenbahn.

Infos: www.niesen.ch

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