Kommissar im Dienst

WengenDie Freie Marionettenbühne fesselte die Zuschauer mit dem Sagenkrimi von Kommissar Eigers erstem Fall «Jungfrau».

«Versprochen ist versprochen», sagte sich die Wirtstochter Lisi und nahm sich den Ueli – denjenigen von zwei Liebhabern, der ihr zuerst einen bestimmten Stein von der Jungfrau heimbrachte. Für den Ziegenhirten war diese Geschichte aber nicht mit rechten Dingen zugegangen – Johannes war nie mehr von der Jungfrau zurückgekehrt, und Uelis Stein hätte leuchten sollen. Die Ziegen fanden am Fusse der Jungfrau einen Knochen, der Hirt fertigte daraus eine Flöte an – und siehe da, beim Musizieren leuchtete Lisis Stein. Nun schaltete sich Kommissar Eiger ein, fand ein ganzes Skelett und erinnerte sich an eine Sage: «Junger Bursche brachte Nebenbuhler um». Ueli gestand den Mord an Johannes und wurde vom Gericht verurteilt. «Kommissar Eiger hat den ersten Fall ‹Jungfrau› gelöst – und es wird nicht der letzte Fall sein», schmunzelte Autor Martin Niedermann. Er habe eine alte Idee in die Tat umgesetzt und zum Jubiläum «200 Jahre Erstbesteigung der Jungfrau» einen passenden Sagenkrimi geschaffen – und mit der Freien Marionettenbühne Wengen zur Aufführung gebracht, sagt der begnadete Erzähler. Die Figurenspielerinnen Heidi Allenspach, Angelika Bockholt und Barbara Niedermann haben das liebevoll gestaltete Bühnenbild, die fast lebendig wirkenden Puppen und drei zottige Ziegen selber angefertigt. Für die Beleuchtung war Jannika Madjar, für die Musik Michael Baumgartner besorgt. Die Premiere im Marionettentheater Wengen fand vor ausverkauftem Haus statt. fwwww.wengen-marionetten.ch >

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