Ab Weihnachten in neuem Glanz

Das Restaurant Eigernordwand wird abgebrochen – und wieder neu aufgebaut mit mehr Sitzplätzen, dafür ohne Hotelzimmer. Bei den Bauarbeiten kommt ein 40-Tonnen-Spezialbagger zum Einsatz.

So soll das neue Restaurant aussehen.

So soll das neue Restaurant aussehen.

(Bild: PD)

Bauarbeiten in den Alpen sind immer etwas Besonderes. Das ist auch beim Rück- und Neubau des 43-jährigen Restaurants Eigernordwand auf der Kleinen Scheidegg nicht anders. Peter Hiltbrunner, Geschäftsführer der Firma Hiltbrunner AG aus Riedtwil, der für den Abbruch bis auf die Grundmauern maximal vier Wochen zur Verfügung stehen: «Um diesen Termin nur irgendwie einzuhalten, kommt ein 40-Tonnen-Spezialbagger zum Einsatz, den unsere Firma eigens für solche Einsätze nach eigenen Ideen anfertigen liess. Eine besondere Herausforderung war es, diese Maschine auf die Baustelle auf über 2000 Meter über Meer zu bringen.»

Für den Transport, ausgeführt von der Firma Bolzli aus Oberburg, habe es nur schon nach Grindelwald eine Sonderbewilligung und Polizeibegleitung benötigt. Hiltbrunner: «Aber es war bis zum Schluss eine perfekte Aktion, ohne die schmale Bergstrasse zu beschädigen.» Für den Transport mit der Bahn sei die Spezialmaschine viel zu schwer gewesen.

Das 1976 erbaute Restaurant wird bis auf das Untergeschoss abgerissen. Bild: Alex Karlen

Mehr Sitzplätze

Das Gebäude ist im Besitz der Restaurant Eigernordwand Kleine Scheidegg AG. Zuständig für die Planung und Bauführung ist die Grindelwalder Firma Holzkreation Schmid AG. Das Projekt für den Neubau sieht ein Restaurant mit etwas mehr als den bisherigen rund 500, vor allem aber bequemeren, grosszügigeren Sitzplätzen und vergrösserter Sonnenterrasse vor.

Und, so informiert Peter Hiltbrunner: «Das erste Obergeschoss weist anstelle von Gästezimmern einen Restaurantbereich sowie Zimmer für das Personal auf.» Im Dachgeschoss schliesslich seien eine Pächterwohnung und ein Büro vorgesehen.

Viel Asbest

Es handelt sich aber nicht nur um räumliche Veränderungen, sondern auch um weitere qualitative Verbesserungen. Dazu gehören ein neuer Lift und eine optimierte Infrastruktur, namentlich im Bereich der Küche, die effizientere Abläufe garantieren soll. Die ganze Haustechnik wird erneuert und wie bisher im Untergeschoss untergebracht.

Zudem war im Gebäude in den Siebzigerjahren viel Asbest verbaut worden. «Im verbauten Zustand stellte dies kein Gesundheitsrisiko dar, musste aber vor dem Rückbau zwingend saniert werden», erklärt Peter Hiltbrunner. Diese Arbeiten wurden von der Wengener Firma Graf in Zusammenarbeit mit der Spezialfirma Menz aus Luterbach ausgeführt.

Da all diese Massnahmen erhebliche Eingriffe in die vorhandene Gebäudestruktur bedeuteten, habe man sich für einen gesamten Rückbau bis auf die Decke über dem Untergeschoss entschlossen, fasst Peter Hiltbrunner zusammen. Und er betont nochmals, dass es sich um «ein sehr ambitiöses Bauprogramm» handelt. Es sehe vor, «dass das Restaurant Eigernordwand in neuem Glanz auf Weihnachten 2019 wiedereröffnet wird».

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt