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Abgestürzt: Der SCL gelobt Besserung

SC LangenthalVon Rang eins auf sechs abgestürzt: Der SCL will die Schwächephase beenden – heute gegen Ajoie.

Gewaltig rumorte es vor Jahresfrist beim SC Langenthal. In dramatischen Appellen forderten die Fans die Absetzung von Trainer Kevin Ryan. Das Team lag auf Rang sieben, Katerstimmung auf allen Ebenen. Seither fanden klingende Namen den Weg zum Schorenklub. Und doch findet er sich auch jetzt wieder nur im Mittelfeld der NLB. Nur auf dem 6.Platz Dabei hatte alles so gut begonnen in dieser Saison. Als Erstes wurde Aufstiegsanwärter Lausanne abgefertigt, bald folgten eine 6:2-Gala gegen den HC Sierre und eine 9:4-Sause gegen den HC Thurgau. Vor wenigen Runden grüsste der SCL noch als Leader. Doch das ist Schnee von gestern. Mittlerweile sind die Oberaargauer auf Platz 6 abgerutscht – sieben Punkte hinter Leader Ajoie, dem heutigen Gegner. Enttäuscht hat der SC Langenthal vorab in den letzten drei Heimspielen, die allesamt verloren gingen. Besonders peinlich: die 2:5-Pleite gegen Tabellenschlusslicht Thurgau. Überheblich sei man gewesen, sagte SCL-Verteidiger Serge Meyer nach Spielschluss: «Wir haben nicht Eishockey gespielt.» Auch Trainer Heinz Ehlers machte deutlich, dass sich die Einstellung ändern müsse. Topteams nahe beisammen Vor einem Jahr, als Trainer Kevin Ryan entlassen wurde, befand sich der SC Langenthal auch im Niemandsland der Tabelle. Den Vorwurf, man sei in den letzten zwölf Monaten nicht weitergekommen, will der heutige Trainer Heinz Ehlers aber nicht gelten lassen: «Wir haben viel mehr Punkte, und der Rückstand auf die Spitzenteams ist deutlich kleiner.» Diese Aussage lässt sich mit Zahlen belegen: Nach 21 Partien hatte der SCL vor Jahresfrist 26 Punkte auf seinem Konto und lag elf Punkte hinter dem 3.Rang. Heuer sind es 35 Punkte und drei Punkte Rückstand auf Rang 3. Das Mittelfeld liegt in der NLB sehr nahe beisammen, ein paar Punkte würden dem SCL reichen, um zurück in die Top 4 zu gelangen. «Es geht um die Einstellung» Von solchen Rechenspielen hält Trainer Ehlers nicht allzu viel. «Es geht nicht um die Statistik, es geht um die Einstellung.» Seine Spieler trafen sich am Mittwoch zu einer Sitzung, um das Thema auf den Tisch zu bringen. Was die Mannschaft zu tun hat, sagte SCL-Verteidiger Serge Meyer schon am Dienstag, nach dem Spiel gegen Thurgau: «Wir müssen immer spielen, als würden wir Lausanne gegenüberstehen.» Und der verletzte SCL-Stürmer und Geschäftsführer der Nachwuchsabteilung, Alex Chatelain, sagt: «In jedem Team gibt es in einer Saison eine schwache Phase. Es ist gut, dass sie bei uns jetzt kommt und nicht vor den Playoffs.» Wenn die Mannschaft jetzt zusammenstehe und diese Phase überwinde, sei man in der nächsten schwierigen Situation mental gewappnet. Eine erste Gelegenheit zur Korrektur bietet sich dem SC Langenthal schon heute – auswärts gegen Ajoie (Beginn 20 Uhr).Daniel Gerber >

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